
Kreis Unna. (PK) Lünen geht neue Wege bei der Betreuung und Unterbringung von Flüchtlingen. Was genau in der Stadt mit eigener Ausländerbehörde anders ist, ließen sich die Mitglieder des Flüchtlingsrates im Kreis Unna bei einem Besuch erklären.
Ludger Trepper, Fachdezernent Jugend, Bürgerservice und Soziales stellte das vom Stadtrat im Februar 2014 beschlossene Konzept vor. Ziel ist es, Asylbewerber nicht über viele Jahre in Flüchtlingsunterkünften wohnen zu lassen, sondern sie spätestens nach zwei Jahren in Wohnungen des freien Wohnungsmarktes unterzubringen.
Das Konzept sieht eine Vorbereitung und Begleitung der Flüchtlinge durch Sozialarbeiter bei ihrem Weg auf dem Wohnungsmarkt vor. Zurzeit wird diese Aufgabe von der Caritas Lünen e.V. durchgeführt.
Vorbild dafür ist die Stadt Leverkusen, die seit 13 Jahren gute Erfahrungen mit einem ähnlichen Konzept gemacht und dabei sogar Kosten eingespart hat.
In der Diskussion unterstrich Fachdezernent Ludger Trepper die Bedeutung des Konzeptes als Basis für eine grundlegende Neuausrichtung der städtischen Flüchtlingspolitik. Wichtige Voraussetzung sei dabei der 2010 begonnene Prozess der interkulturellen Öffnung der Lüner Verwaltung gewesen.