
Kreis Steinfurt/Lengerich. Nur noch wenige Tage bis zum ersten Anschnitt. Dann steigt in Lengerich ein Ereignis, das für Aufsehen sorgen wird: „Die Vision: Weltkulturerbe Lengerich“. Der Park der LWL-Klinik, einst vom berühmten Gartenarchitekten Peter-Joseph Lenné skizziert, soll auf den vorhandenen Rasenflächen nachgezeichnet werden. Dafür möchte Landschaftskünstler Ralf Witthaus sorgen: Er will die Wege in den Rasen mähen - nicht allein, sondern unter der Mithilfe der Bevölkerung. „Das soll eine große Mitmachaktion werden. Jeder ist aufgerufen, an diesem außergewöhnlichen Projekt mitzuwirken“, ruft Wilhelm Möhrke, Vorsitzender des Stadtmarketingvereins Offensive, der die Aktion inszeniert, zum Mitmachen auf.
1400 Mannstunden hat Künstler Ralf Witthaus für die Aktion ausgerechnet. Ein Drittel davon will er selber mit einem Team einbringen. Zwei Drittel sind für die Mitmachaktionen eingeplant. Projektleiterin Barbara Rübartsch freut sich über die Resonanz an der Rasenmäheraktion: Denn es haben sich schon viele Vereine, Vereinigungen, Freundeskreise, Firmen, Bürogemeinschaften und Privatpersonen bei Reinhard Vogel von der Offensive Lengerich gemeldet. Vogel übernimmt die Koordination der Rasenmähaktion.
Bei der Aktion steht die Freude an der gemeinsamen Arbeit im Vordergrund. Für die ehrenamtlichen Mitarbeiter gibt es bei dieser künstlerischen Großbaustelle die unterschiedlichsten Aufgaben: Planerische Vermessungsaufgaben, meditative Maschinenarbeit oder sehr genaues Arbeiten mit dem Rasenmäher in der Landschaft. „Auch der Schaffensprozess an sich ist das Kunstwerk“, sagt Projektleiterin Barbara Rübartsch.
Geplant ist, dass das Team ab dem 27. Mai mit Ralf Witthaus die Lennésche Vision in die Landschaft zeichnet. Dafür wird die Karte ausgewertet und in die vorhandenen Rasenflächen eingemessen. Es folgt das flächige Mähen der Wege mit Rasenmähern und Motorsensen und das Zusammenrechen des geschnittenen Grases.
„Mitmachen kann jeder. Es kommt nicht nur auf das Mähen an. Wir freuen uns auch, wenn jemand einen Kuchen oder einen leckeren Salat zur Verpflegung vorbei bringt“, erklärt Barbara Rübartsch. Interessierte sind auch eingeladen, einfach so vorbeischauen, um mit dem Künstler und den Akteuren zu sprechen. „Auch das gehört zu so einem Gemeinschafts-Kunstwerk dazu“, so Rübartsch.
Für die Arbeit an den Maschinen sollten alle Helfer über 18 Jahre alt sein und schwarz-weiße Kleidung tragen. Alle anderen Arbeiten sind auch für Jugendliche geeignet. Jeder Mitarbeiter erhält eine Einführung in die Maschinenbedienung. Falls kein schwarzer Anzug verfügbar ist, reicht eine schwarze Hose und ein weißes Hemd. Das Tragen von Schutzbrillen und Sicherheitsschuhen wird bei einigen Tätigkeiten erwartet. Maschinen, Schutzbrillen, einige weiße Hemden und Sicherheitsschuhe sind vorhanden. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Einen Einführungsvortrag hält Künstler Ralf Witthaus am Montag, 26. Mai, um 19 Uhr im Festsaal der LWL-Klinik. Anmeldungen für das Rasenmäherprojekt sind möglich bei Reinhard Vogel unter Telefon 0152/04165417 oder per E-Mail an weltkulturerbe@offensive-lengerich.de. Hier gibt es auch weitere Informationen.