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Hanau, 12. Juni 2014
Ein romantisches Märchen über die Liebe
Tatort-Ermittler Hartmut Volle als Kaiser im „Käthchen von Heilbronn“

Wenn das kein Aufstieg ist: Sonntags regelmäßig im Ermittlerteam des saarländischen „Tatorts“ als Chef der Spurensicherung Horst Jordan zu sehen, verleiht Hartmut Volle vom kommenden Samstag (14. Juni) an der Rolle des Kaisers auf der Bühne des Brüder Grimm Festspiele Glanz und Ausdrucksstärke. Einen ersten Vorgeschmack auf das Stück und sein Können hatte der in Frankfurt lebende Schauspieler bereits bei der Einführungsveranstaltung „Pur und Ungeschminkt“ gegeben. Am Wochenende steht nun die Premiere des „Käthchen von Heilbronn“ und damit der vierten Inszenierung dieser Spielzeit unmittelbar bevor.

Mit der Entscheidung für dieses Stück aus der Feder von Heinrich von Kleist hat sich Intendant Frank-Lorenz Engel für ein „wahrhaftiges Märchen über die Macht der bedingungslosen Liebe, über Intrigen und Täuschungen und Schein und Sein“ entschieden, um die neu ins Programm aufgenommene Reihe „Grimm Zeitgenossen“ zu eröffnen. Denn die Jubiläums-Saison der Festspiele hatte Engel zum Anlass genommen, das Spektrum der zu spielenden Stoffe zu ergänzen. Ganz in der Tradition „Mut zum Wandel“ soll die Erweiterung des Repertoires für neue Impulse sorgen und gleichzeitig stärker in den Fokus rücken, dass die berühmten Söhne Hanaus auch Literaten, Germanisten, Rezensenten und Politiker waren.

Neben ihrer Tätigkeit als Märchensammler, so der Intendant, haben sich die beiden auch intensiv mit dem literarischen Werk ihrer Zeitgenossen auseinandergesetzt. Dabei zeigten die Grimms auch ein reges Interesse an den Stücken von Heinrich von Kleist und so fügt sich das erstmals für die Reihe „Grimms Zeitgenossen“ ausgewählte „Käthchen von Heilbronn“ hervorragend in den Spielplan ein. „In der Figur des Käthchen erlebt das Publikum die Unbedingtheit des elementaren Gefühls der Liebe“, so Intendant Engel, der auch die Regie für das Stück übernommen hat, und verspricht dem Publikum ein romantisches Märchen.

Im Mittelpunkt steht das Mädchen Käthchen, das den Grafen Wetter vom Strahl liebt, seit er ihr im Traum erschienen ist. Sie folgt ihm überall hin. Doch diesem ist die Bedingungslosigkeit ihrer Liebe nicht geheuer und er weist sie ab. In Kunigunde von Thurneck glaubt er die Kaisertochter zu erkennen, die ihm in der Silvesternacht im Traum als Ehefrau verheißen wurde, und verlobt sich mit ihr. Als Käthchen von einem geplanten Anschlag auf das Paar erfährt, geht sie zur Burg Thurneck, um die beiden zu warnen. Allerdings kommt sie zu spät, die Burg wird in Brand gesteckt. Kunigunde, die in ihr eine Konkurrentin wittert, schickt Käthchen in die Flammen, die sie nur Dank der Rettung durch einen Engel überlebt. Der Graf,gerührt von Käthchens Hingabe, ist neugierig geworden .Als es ihm gelingt, dem schlafenden Käthchen das Geheimnis ihrer Liebe zu entlocken, ist er zutiefst erschüttert. Er lässt das Mädchen erst einmal in die Obhut seiner Mutter bringen und reitet los, um selbst den Kaiser aufzusuchen. Die hinterhältige Kunigunde schmiedet allerdings weiterhin Ränkepläne und will Käthchen vergiften. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Nach der Premiere am Samstag, 14. Juni, 20.30 Uhr, steht das Stück noch mit zehn weiteren Vorstellungen auf dem Spielplan. Die nächsten Aufführungen im Juni sind am Freitag, 20. Juni, 20.30 Uhr, sowie am Freitag, 27. Juni, 20.30 Uhr.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929




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