Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 19. Juni 2014

AG "Behinderte" berät über barrierefreie Haltestellen und touristische Infrastruktur

69. Sitzung der AG Menschen mit Behinderungen am 26. Juni 2014

Ottostadt Magdeburg.

 

Die kommunale Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt trifft sich am Donnerstag, dem 26. Juni 2014, 13.30 Uhr zu ihrer 69. Sitzung. Sie findet im Franckesaal des Alten Rathauses statt. Interessenten sind herzlich eingeladen.

 

Auf der Tagesordnung der Arbeitsgruppe stehen vorrangig aktuelle Probleme im Zusammenhang mit der Verbesserung der Barrierefreiheit im öffentlichen Personenverkehr, im städtischen Raum und bei Gebäuden. Dazu sind Vertreter der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) und der zuständigen Ämter und Fachbereiche der Stadtverwaltung eingeladen.

 

Im Speziellen sollen die vorliegenden Planungen für die Umgestaltung der Endhaltestellen der MVB in Sudenburg diskutiert werden. Die Realisierung soll voraussichtlich erst in einigen Jahren möglich sein.

 

Außerdem soll ein bundeseinheitliches Verfahren der Zertifizierung der Barrierefreiheit von touristischen Einrichtungen wie Hotels u.ä. mit Hilfe einheitlicher Piktogramme vorgestellt werden. Während viele Hotels und kulturelle Einrichtungen in Magdeburg bereits weitgehend barrierefrei zugänglich und nutzbar sind, bleiben viele Restaurants und Gaststätten für Menschen mit Behinderungen wegen mangelnder Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen verschlossen, erklärt der Behindertenbeauftragte der Stadt, Hans-Peter Pischner.

 

Hintergrund:

 

An der kommunalen AG Menschen mit Behinderungen beteiligen sich Mitglieder von Behindertenverbänden und –vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen der Stadtverwaltung und engagierte persönlich betroffene Aktive. Die AG war 1999 als beratendes Gremium und Forum für die Belange behinderter Menschen gegründet worden.

 

In Sachsen-Anhalt leben derzeit rund 180.200 anerkannte Schwerbehinderte. Das sind 8,0 % der Bevölkerung. In der Landeshauptstadt sind mit Stand vom Dezember 2013 rund 17.300 Menschen amtlich als Schwerbehinderte anerkannt (7,4%), einschließlich der Behinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) unter 50 sind bis zu 25.000 Menschen betroffen (11 %).

 

 

Von den Magdeburger Schwerbehinderten sind rund 9.400 in ihrer Mobilität wesentlich beeinträchtigt (Merkzeichen aG und G), Schätzungsweise 2.000 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. 293 waren blind, 208 gehörlos und ca. 4.200 haben Anspruch auf die Mitnahme einer Begleitperson im ÖPNV (Merkzeichen B). Als hilflos gelten 2.079 Menschen (Merkzeichen H).

 

Fast 2.300 Magdeburger besitzen das Merkzeichen RF und zahlen aufgrund von seh- oder Hörbehinderung oder schwerer Behinderung einen ermäßigten Rundfunkbeitrag, soweit sie nicht wegen geringen Einkommens ganz befreit werden. 58,5 % der Betroffenen sind bereits 65 Jahre und älter, während nur 2,3 % jünger als 18 Jahre sind. 52,1 % der Behinderten sind weiblich.

 

An den beiden Magdeburger Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sind über 1.000 Betroffene beschäftigt. Rund 900 Menschen mit Behinderungen leben in stationären Einrichtungen (Heime bzw. Wohnstätten an den Werkstätten).

Etwa 6.700 Magdeburger sind pflegebedürftig, mehr als 2.800 von ihnen werden in stationären Einrichtungen gepflegt, die übrigen in der Familie oder von ambulanten Pflegediensten.

 

 

 

Nähere Informationen:

Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter,

Telefon 0391/540 2342

E-Mail: behindert@magdeburg.de




[Drucken]


Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
FAX: (03 91) 5 40 21 27
E-Mail: presse@magdeburg.de
URL: www.magdeburg.de

Die Pressestelle "Landeshauptstadt Magdeburg" ist Mitglied bei presse-service.de [http://www.presse-service.de/]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren. presse-service.de