Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 02. Juli 2014

Botschafterin Lettlands trug sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein

Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch empfing Elita Kuzma

Achtung, korrigierte Fassung!

 

Magdeburgs Bürgermeister Dr. Rüdiger Koch empfing heute im Alten Rathaus die Botschafterin der Republik Lettland, I.E. Elita Kuzma. Während ihres Besuches trug sich die Diplomatin in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein.

 

Mit Elita Kuzma hat sich zum ersten Mal eine Botschafterin Lettlands in das Goldene Buch der Landeshauptstadt eingetragen. Die Diplomatin wurde am 24. Oktober 1964 in Riga geboren und studierte Buchhaltung und Analyse von Wirtschaftstätigkeiten sowie Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Lettlands.

 

1992 trat Elita Kuzma als leitende Sachverständige in der Abteilung für wirtschaftliche Zusammenarbeit des Außenministeriums Lettlands in den Auswärtigen Dienst ein. Es folgten unter anderem Tätigkeiten als leitende Sachverständige in der Abteilung Westeuropa, als Direktorin in der ersten politischen Direktion und als stellvertretende Staatssekretärin.

 

Von 2000 bis 2010 war Elita Kuzma außerordentliche und bevollmächtigte Botschafterin der Republik Lettland in Ungarn, Slowenien, der Slowakei, Liechtenstein, Österreich und in Schweden, ehe sie die Leitung der Direktion für wirtschaftliche und bilaterale Beziehungen im Außenministerium Lettlands übernahm. Von 2011 bis 2013 agierte sie zudem als außerordentliche und bevollmächtigte Botschafterin der Republik Lettland in Malta, San Marino, Albanien und Italien. Seit August 2013 ist Elita Kuzma Botschafterin der Republik Lettland in der Bundesrepublik Deutschland.

 

Seit dem Beitritt Lettlands in die Europäische Union sind die Handelsumsätze sowie die Kooperationsbeziehungen zwischen den Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammer Magdeburg und den lettischen Unternehmen kontinuierlich gestiegen. Auf dieser Grundlage bietet die IHK Magdeburg zahlreiche Informationen und Veranstaltungen zu Lettland an.

 

Unter anderem wurde am 8. Mai 2014 ein Länderberatungstag mit der Hauptgeschäftsführerin der Auslandshandelskammer Baltikum, Marlen Diale Schellschmidt, durchgeführt, an dem vier Unternehmen teilnahmen. Die IHK Magdeburg ist seit dem 1. Januar 2014 Mitglied der Deutsch-Baltischen Auslandshandelskammer. Unternehmen mit Geschäftskontakten ins Baltikum stammen unter anderem aus den Bereichen Maschinenbau, Transformatorenschutzausrüstungen, Pharmazietechnik, Unternehmensberatung sowie Sachverständigungswesen.

 

 

 

 

Drei Studenten aus Lettland studieren derzeit an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Seit 1992 unterhält die Universität eine Kooperationsbeziehung auf Hochschulebene mit der Riga Technical University. Im Wintersemester 2014/2015 werden voraussichtlich drei Studierende der Otto-von-Guericke-Universität an der Stockholm School of Economic bzw. am Transport and Telecommunication Institute in Riga studieren.

 

An der Hochschule Magdeburg-Stendal sind derzeit zwei Austauschstudierende aus Lettland eingeschrieben. Die Hochschule unterhält seit 2008 eine ERASMUS-Partnerschaft mit der Universität Lettlands in Riga für den Studiengang Bachelor Journalismus/Medienmanagement. Im Rahmen dieser Kooperation gingen bisher drei Studierende der Hochschule nach Riga. Insgesamt neun Studierende der Universität Lettlands verbrachten ein Semester an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

 

Hintergrundinfos zum Goldenen Buch der Landeshauptstadt Magdeburg

Das Goldene Buch der Stadt gibt es seit 1931. Eingerichtet wurde es während der Amtszeit von Oberbürgermeister Hermann Beims. Mitglieder des Magistrats trugen sich am 10. Mai 1931 als Erste in das Buch ein.

 

Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar. Von 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen. Seit 1985 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weitergeführt. Der Eintrag ist eine besondere Ehrung für Personen, die die Stadt besuchen oder sich in besonderer Weise um Magdeburg verdient gemacht haben.

 

Zu den Persönlichkeiten, die sich im Goldenen Buch eingetragen haben, gehören Politiker wie Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Prof. Dr. Roman Herzog und Dr. Dr. h. c. Johannes Rau, die langjährigen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Gerhard Schröder, die ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Rita Süßmuth und Dr. h. c. Wolfgang Thierse, frühere oder heutige Bundesminister wie Dr. h. c. Hans-Dietrich Genscher, Dr. Theo Waigel und Wolfgang Tiefensee, ehemalige Ministerpräsidenten wie Gerhard Glogowski, Oskar Lafontaine und Prof. Dr. Wolfgang Böhmer sowie zahlreiche Botschafter aus der ganzen Welt.

 

Im Goldenen Buch verewigt haben sich außerdem die ehemalige Generalbundesanwältin Prof. h. c. Monika Harms, der langjährige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Ignatz Bubis, frühere und heutige Oberbürgermeister der Magdeburger Partnerstädte wie Werner Steffens und Dr. Gert Hoffmann (Braunschweig) sowie Bill Purcell (Nashville), die Magdeburger Ehrenbürger Igor Belikow, Heinz Gerling und Dr. Willi Polte, frühere Magdeburger Bürgermeister und Beigeordnete wie Bernhard Czogalla, Dieter Steinecke, Dr. Susanne Kornemann-Weber, Werner Kaleschky, Beate Bröcker und Dr. Klaus Puchta, die Ehrenstadträte Frithjof Berfelde, Prof. Dr. Reinhold Krampitz, Rainer Löhr, Martin Hoffmann, Gerhard Heinl, Johannes Rink, Eberhard Seifert, Hans-Werner Brüning, Gerald Grünert und Walter Meinecke, der Ehrenortschaftsrat Prof. Dr. Adolf Lingener sowie 21 ehemalige Magdeburger jüdischen Glaubens, darunter die Schriftstellerin Nomi Rubel.

 

In den zurückliegenden Jahren wurden mit einer Eintragung im Goldenen Buch auch der Sohn von Ernst Reuter, Edzard Reuter, der langjährige Bischof Leo Nowak, die mit dem Preis der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" geehrte Österreicherin Gertraud Knoll, der nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 verfolgte und inhaftierte Magdeburger Horst Linowski, der erste Deutsche im Weltall Sigmund Jähn, die UNO-Friedensbotschafterin und Schimpansenforscherin Dr. Jane Goodall sowie erfolgreiche Sportler wie die Olympiasieger Dagmar Hase, Andreas Ihle, Manuela Lutze, André Willms und Mark Zabel, die Handballer des SC Magdeburg, der Fußball-„Kaiser“ Franz Beckenbauer, die Boxweltmeister Natascha Ragosina, Regina Halmich, Sven Ottke und Robert Stieglitz sowie der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes Dr. Theo Zwanziger geehrt.

 

Auch Künstler und Kulturschaffende wie der Schauspieler Heinz Rühmann, der weltberühmte jüdische Pianist und Magdeburger Ehrenbürger Prof. Menahem Pressler, die Telemann-Preisträger Prof. András Székely und Prof. Dr. h. c. Nikolaus Harnoncourt, der Glasgestalter Reginald Richter und der Generalmusikdirektor a. D. Roland Wambeck bereichern mit ihren Eintragungen das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ebenso wie besonders engagierte Bürger wie der 2010 verstorbene ehemalige Vorsitzende der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 e.V. Hans P. H. Schuster und Dr. Rotraud Tönnies von der Bürgerinitiative Olvenstedt.




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