Magdeburg.
Im Juni dieses Jahres ist bei einem Magdeburger Imker die Amerikanische Faulbrut der Bienen festgestellt worden. Daraufhin wurde im Stadtteil Cracau ein Sperrbezirk festgelegt. Der betroffene Bienenbestand wurde unmittelbar nach der Krankheitsfeststellung saniert; im und um den Sperrbezirk in Cracau sind die umfangreichen Kontrolluntersuchungen mittlerweile abgeschlossen. Nunmehr gilt die Seuche im Sperrbezirk als erloschen – alle verfügten Sperrmaßnahmen konnten aufgehoben werden.
Unabhängig davon sind alle Magdeburger Imker generell gesetzlich verpflichtet, sich unter Nennung der Anzahl der Bienenvölker und deren Standorten beim Gesundheits- und Veterinäramt der Landeshauptstadt anzumelden und die Hygienevorschriften der Bienenseuchen-Verordnung zu beachten, um weiteren Ausbrüchen von Bienenseuchen vorzubeugen. Ein wirksamer Seuchenschutz ist nur unter Mitwirkung aller Imker möglich.
Für nähere Auskünfte steht das Gesundheits- und Veterinäramt der Landeshauptstadt Magdeburg zur Verfügung.
Hintergrund:
Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigenpflichtige Tierseuche. Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich. Auch der Verzehr von Honig ist unbedenklich. Für die Bienen ist die Amerikanische Faulbrut jedoch eine tödliche Gefahr.
Der vom Gesundheits- und Veterinäramt eingerichtete Sperrbezirk im Osten der Landeshauptstadt umfasste die kompletten Magdeburger Stadtteile Cracau und Prester. Im Norden war er durch die Berliner Chaussee und die Brückstraße begrenzt, im Westen durch die Alte Elbe. Im Süden und Osten bildete jeweils das Ende der Wohnbebauung die Grenze.