Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen zu Gast bei Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky
Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hat im Rahmen seiner Visitation katholischer Pfarreien und Einrichtungen in Hanau Oberbürgermeister Claus Kaminsky einen Besuch abgestattet. An dem Gedankenaustausch nahm auch der Hanauer Dechant Andreas Weber teil. Bischof Algermisssen wollte sich dabei insbesondere ein Bild vom Zusammenleben mit den Muslimen in der Brüder-Grimm-Stadt und vom Stadtumbau machen.
OB Kaminsky betonte: „Wir pflegen in Hanau ein gutes Miteinander der Religionen.“ Daran habe auch Dechant Weber seinen Anteil, wie er vorbildlich das katholische Leben in die Hanauer Bürgergesellschaft einbringe. Im „Rat der Religionen“ würden auch kritische Themen wie das Anwerben junger Menschen für Salafisten und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nicht ausgespart. Solche Gespräche fänden in „guter Atmosphäre“ mit Vertretern muslimischer Moscheevereine statt.
Bischof Algermissen erinnerte an den Besuch des Erzbischofs von Mosul bei der Herbsttagung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda vor wenigen Wochen. Der habe berichtet, wie mehr als 100.000 Menschen der christlichen Gemeinde von Mosul wegen ultimativer Drohungen von IS-Milizen hätten fliehen müssen.
Dechant Weber rief in diesem Zusammenhang dazu auf hierzulande die Gutwilligen unter den Muslimen zu stärken. Und er fügte hinzu: „Jugendliche der katholischen Pfarreien haben in Hanau gute Freunde unter den Muslimen.“
Zum Thema Stadtumbau merkte Bischof Algermissen an, seit seiner letzten Visitation in Hanau vor acht Jahren habe sich in der Stadt enorm viel getan. OB Kaminsky sagte dazu: „Ich glaube unsere Zeit kommt jetzt. Denn Menschen wollen ein Einkaufserlebnis haben, und das werden wir ihnen nach dem Stadtumbau bieteen.“
Kaminsky fügte hinzu, dass auch die katholische Stadtpfarrkirche Maria Namen vom Stadtumbau profitiere. Denn der Hanauer Magistrat habe beschlossen den Platz an der Kirche neu zu gestalten und den Durchgangsverkehr dort herauszunehmen. Das werte dieses Areal auf. In diesem Zusammenhang bedankte er sich bei Dechant Weber, dass dessen Pfarrgemeinde St. Elisabeth dem Kirchplatz an der Kastanienallee einen „hochwertigen städtebaulichen Akzent“ gegeben habe.
Zu Algermissens Bischofsvisitation gehören neben Gesprächen mit Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen in Hanaus Pfarrgemeinden auch Begegnungen mit Erzieherinnen und Religionslehrern. Er besucht darüber hinaus das Franziskushaus für Wohnungslose und das Hospiz Louise de Marillac. Zudem spendet er 43 Jugendlichen in Mariae Namen des Firmsakrament.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266
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Algermissen
Bischof Heinz Josef Algermissen (rechts) und Oberbürgermeister Claus Kaminsky (Mitte) tauschten im Beisein von Dechant Andreas Weber Buchgeschenke aus.
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