Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 18. November 2014

Zweiter Band zu den Ergebnissen des Magdeburger Bürgerpanels erschienen

3. und 4. Befragungswelle ausgewertet/Abrufbar unter magdeburg.de/buergerpanel

Seit der Initiierung des Magdeburger Bürgerpanels stellt das Amt für Statistik interessante Ergebnisse aus den Befragungen vor. Ziel ist es, die Auswirkungen des demografischen Wandels besser voraussagen zu können.

So kann gezeigt werden, dass der Anteil an pflegebedürftigen Angehörigen auf einem konstanten Niveau von ca. 15 Prozent liegt. Allerdings zeigen Vergleiche zwischen den Befragungswellen, dass die Versorgung pflegebedürftiger Angehöriger durch Familienangehörige auf 74 Prozent angestiegen ist. Interessant ist dabei, dass bei den Pflegearten im zeitlichen Verlauf saisonale Effekte auftreten. In den Wintermonaten steigt der Anteil an stationärer Pflege, wogegen im Sommer die Pflegebedürftigen eher durch Familienangehörige oder ambulante Pflegedienste versorgt werden.

 

Desweiteren geben die Magdeburger monatlich mehr Geld für Lebensmittel, Bekleidung und Schuhe sowie weitere Waren und Dienstleistungen aus. Ähnliches gilt für Verkehrsmittel und die Freizeitgestaltung. In allen aufgeführten Bereichen zeigt ein Vergleich der zweiten und vierten Befragungswelle, dass die Magdeburgerinnen und Magdeburger höhere Ausgaben angegeben haben. Lediglich im Bereich der privaten Altersvorsorge konnte diese Entwicklung nicht beobachtet werden. Hier ist zu erkennen, dass Ausgaben in die private Altersvorsorge insbesondere vom Alter der Befragten abhängen. So liegt der Anteil der Befragten die keine Ausgaben in die private Altersvorsorge leisten bei den bis zu 25-jährigen sowie den 45- bis 64-jährigen bei mindestens 25 Prozent. In der Altersgruppe der 26- bis 44-jährigen Magdeburger geben lediglich 17 Prozent kein Geld für die private Altersvorsorge aus.

 

Die Resultate der dritten und vierten Welle des Bürgerpanels bestätigen die Ergebnisse aus den ersten beiden Wellen hinsichtlich der Beliebtheit zentraler oder zentrumsnaher Stadtgebiete. So belegen die Stadtteile Altstadt, Stadtfeld Ost sowie Stadtfeld West und Werder weiterhin vordere Plätze bei den Antworten auf die Frage nach den für einen Umzug bevorzugten Gebieten.

 

Der veröffentlichte zweite Band des Magdeburger Bürgerpanels beinhaltet die Ergebnisse der dritten und vierten Welle. Zusätzlich werden auch Vergleiche zu den vorangegangenen ersten beiden Befragungswellen gezogen. Im Mittelpunkt stehen weiterhin der demografische Wandel und daraus resultierende Veränderungen in der Zufriedenheit und dem Verhalten der Magdeburgerinnen und Magdeburger. Die Ergebnisse werden nach Themenfeldern, zum Beispiel Stadtentwicklung, Energie und Verkehr, vorgestellt. Die Veröffentlichung richtet sich sowohl an Politik und Verwaltung als auch an interessierte Magdeburgerinnen und Magdeburger. Zusätzlich zeigt auch die Wissenschaft vermehrt Interesse an den Ergebnissen aus dem Magdeburger Bürgerpanel.

 

Die langfristig angelegte Studie des Magdeburger Bürgerpanels wurde vom Amt für Statistik initiiert. Inzwischen hat sich das Magdeburger Bürgerpanel etabliert. Die resultierenden Erkenntnisse werden bei Planungen zum Beispiel in der städtischen Infrastruktur Berücksichtigung finden. Das Magdeburger Bürgerpanel ist das erste seiner Art in der Bundesrepublik Deutschland. Mittlerweile haben auch weitere Kommunen (wie zum Beispiel Hannover) ähnliche Projekte ins Leben gerufen.

 

In regelmäßigen Abständen erhalten die Teilnehmer einen identischen Fragebogen. Im Jahr 2012 erfolgte die erste Befragungswelle, mittlerweile konnten bereits sechs Befragungsrunden erfolgreich durchgeführt werden. Jede zusätzliche Befragung verbessert die Datengrundlage. Somit ist es möglich unter anderem Verhaltensänderungen auf Grund des demografischen Wandels zu beobachten.

 

Der Beigeordnete für Kommunales, Umwelt und allgemeine Verwaltung Holger Platz dankt allen bisherigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Bürgerpanels. Die Magdeburgerinnen und Magdeburger sind herzlich willkommen, an zukünftigen Befragungswellen teilzunehmen. Umso größer die Anzahl der Bürger, die sich an den Erhebung beteiligen, desto besser fällt die Datengrundlage für die Auswertungen aus.

 

Das Dokument, Magdeburger Bürgerpanel / Daten & Fakten – Band 2, ist im Internet unter www.magdeburg.de/buergerpanel kostenlos verfügbar.




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Landeshauptstadt Magdeburg
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