Am kommenden Montag (24. November) um 19.00 Uhr wird die Reihe „Wissenschaft im Rathaus“ fortgesetzt. Im Mittelpunkt der neuen Folge stehen die Fragen, welche Rolle das Gehirn bei unserem Verhalten spielt und wie dabei Taufliegen die Arbeit der Neurowissenschaftler unterstützen. Referent im Alten Rathaus ist Prof. Bertram Gerber von der Abteilung Genetik von Lernen und Gedächtnis des Leibniz-Institutes für Neurobiologie (LIN).
Der Vortrag beschäftigt sich mit dem Erwerb, der Speicherung und dem Abruf von Gedächtnissen. Wie kommen Lern- und Gedächtnisvorgänge zustande, und wie werden Gedächtnisse in die Gestaltung des Verhaltens eingebunden? Um diese komplexen Vorgänge besser verstehen zu können, arbeiten die Neurowissenschaftler gern mit der Taufliege Drosophila. Ihr Gehirn ist einfach genug, um experimentell handhabbar zu sein, aber auch komplex genug ist, um interessant zu bleiben.
Zudem ist es aufgrund der gemeinsamen Stammesgeschichte von Mensch und Fliege möglich, anhand der Fliege grundlegende und medizinisch bedeutende Eigenschaften des menschlichen Gedächtnisses aufzudecken. Schließlich kann die Beschreibung einfachster „intelligenter Schaltkreise“ des Fliegengehirns für technische Anwendungen Anregungen liefern. Weiterhin stellt Prof. Gerber ein einfaches Lernexperiment mit Fliegen für den Schulgebrauch vor.
Die Vortragsreihe „Wissenschaft im Rathaus“ wurde im September 2013 gestartet. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Magdeburger Forschungseinrichtungen, der Städtischen Volkshochschule und der Stadtverwaltung. Jeweils am letzten Montag des Monats präsentieren Magdeburger Wissenschaftler ihre aktuelle Forschung und tauschen dafür ihr Forschungslabor und den Hörsaal mit dem Rathaussaal.Dabei werden aktuelle Forschungsthemen aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen beleuchtet, die sowohl die ganze Bandbreite als auch die Schwerpunkte des Wissenschaftsstandorts Magdeburg verdeutlichen.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Zur Planung der Platzkapazitäten wird um eine telefonische Voranmeldung in der Städtischen Volkshochschule unter der Rufnummer 03 91/5 35 47 70 gebeten.