Die Städtische Volkshochschule in die Leibnizstraße 23 lädt für kommenden Montag (1. Dezember) zum Vortrag „Die Widerspenstigen – missglückte Anwerbung von Spitzeln der Magdeburger Stasi 1962 – 1989“ ein. Referent ist Jörg Stoye, Leiter der Magdeburger Außenstelle des Bundesbeauftragen für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Beginn ist um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Jörg Stoye will in dem Vortrag unter anderem der Frage nachgehen, ob man in der DDR für die Stasi spitzeln musste, wenn man diesbezüglich gefragt wurde. Die Karteiüberlieferung der Magdeburger Staatssicherheit kann nach Auskunft des Referenten zur Klärung dieser Frage beitragen. So gibt es darin zum Beispiel Informationen über sogenannte IM-Vorläufe, also fehlgeschlagene Anwerbungen von Informanten, von 1962 bis 1989. Umfangreiche Stichproben in den entsprechenden Akten ermöglichen zudem fundierte Aussagen über Ziele und Methoden der Stasi bei der Suche nach neuen Zuträgern.
Vor allem aber wird die Bandbreite von Gründen deutlich, die zum Scheitern solcher Pläne führten. So haben sich auch Angesprochene, mitunter in aller Deutlichkeit, gegen eine Spitzeltätigkeit verwahrt. Vor allem diesen DDR-Bürgern mit bewiesener Courage ist der Vortrag am Montag gewidmet. Interessierte Magdeburgerinnen und Magdeburger sind dazu herzlich willkommen.