
Kreis Steinfurt/Saerbeck. In fürstbischöflichen Zeiten, als noch keine geteerten Straßen das Landschaftsbild prägten, bestanden die Wege in Saerbeck nur aus tiefem Sand. Sie wurden bei Regen unpassierbar. Was dies für die damaligen, so genannten „Personenboten“ bedeutete – davon berichtet Franz Lüttmann in seinem Beitrag im Kreisjahrbuch „Unser Kreis 2015“. Franz Lüttmann ist seit 1992 Mitglied im Vorstand des Heimatvereins. Er entführt den Leser seines Textes mit dem Titel „Schwarzfahrer unterwegs“ in die Zeit, als Bundesstraßen noch lange nicht gebaut waren und der Weg von Saerbeck nach Greven die Menschen entweder durch die Wälder oder entlang des Treidelweges an der Ems führte. Die erste befestige Chaussee, so erfährt der Leser, wurde unter Napoleon gebaut. Doch dies freute die Saerbecker nicht etwa, vielmehr sahen sie ihre Sorgen bestätigt: Ab nun zogen große Fuhrwerke durch ihren Ort. Lüttmann beschreibt die Entwicklung der Verbindungsstraßen von Saerbeck und deren damalige Bedeutung für die Bürger.
79 Autoren und Fotografen berichten in der 28. Ausgabe des Kreisjahrbuchs über „Boten und Botschaften“ im Kreis Steinfurt und wie die Kommunikation sich im Laufe der Zeit gewandelt hat. Aber auch auf Geschichten über Feste, Bräuche und Persönlichkeiten sowie Gedichte dürfen sich die Leser freuen.
Das Jahrbuch bietet Wissenswertes und Informatives zu den Themen Kultur, Natur, Kirche, Menschen, Wirtschaft und Literatur – ein ideales Weihnachtsgeschenk für alle, die sich für die Geschichte und Kultur der Städte und Gemeinden im Kreis Steinfurt interessieren und gemütliche Stunden auf dem Sofa am Weihnachtsbaum verbringen möchten.
Das 254 Seiten umfassende Jahrbuch „Unser Kreis 2015“ gibt es für zehn Euro im örtlichen Buchhandel oder kann beim Kreisarchiv unter der Telefonnummer 02551 69 20 89 und per E-Mail (mechthild.brebaum@kreis-steinfurt.de) bestellt werden.