Mit einem Spendenaufruf für die Partnerstadt Saporoshje hat sich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper Ende Oktober an alle Magdeburgerinnen und Magdeburger gewendet. Mit Erfolg: Viele Bürger folgten dem Aufruf des Stadtoberhaupts, so dass der Container vollständig gefüllt und für den Abtransport bereit ist. Wenn die behördlichen Genehmigungen aus Kiew vorliegen, kann der Transport beginnen.
Die Beigeordnete für Soziales, Simone Borris, zeigte sich beeindruckt von der großen Anteilnahme der Magdeburger am Schicksal der Menschen in der Partnerstadt: „Die Spenden stehen für gelebte Partnerschaft zu Saporoshje. Hoffentlich können wir auf diese Weise vielen Menschen dort helfen, den harten Winter zu überstehen.“
870 Handtücher, 452 Komplett-Bettwäsche, 123 Wolldecken, 14 Töpfe sind nur ein Teil der abgegebenen Spenden. Die Liste umfasst neben Hygieneartikeln auch Stühle, Zelte und Bio-Toiletten. 300 Feldbetten stellte die Landeshauptstadt selbst zur Verfügung. Diese stammen aus Beständen des Katastrophenschutzes.
Über die enorme Spendenbereitschaft freute sich auch Britta Goehring. Die Geschäftsstellenleiterin des DRK Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land e. V. erklärte: „Unsere Mitarbeiter in der Spendenannahme waren überrascht, wie viele gleich spontan dem Aufruf gefolgt sind. Der Container war schnell gefüllt.“
Für den eigentlichen Transport zeichnet die Johanniter-Unfallhilfe e.V. verantwortlich. Als Mitglied des Vorstands setzte sich Dr. Martina von Witten persönlich für Bewilligung weiterer Fördermittel für den kostenintensiven Transport innerhalb ihres Bundesverbandes ein. Dieser bewilligte Mitte November zusätzliche Mittel, die den Transport nun tatsächlich möglich machen. „Die verschärfte Sicherheitslage in der Ukraine lässt es leider nicht zu, den Transport von unseren ehrenamtlichen Mitgliedern durchführen zu lassen“, erläuterte Dr. Martina von Witten. „Glücklicherweise haben wir einen Spediteur für die Sache gewinnen können, der erfahren ist und sich auch mit den landesüblichen Gepflogenheiten auskennt.“
Bereits Anfang Dezember wurden alle notwendigen Frachtpapiere nach Kiew versandt, von wo aus die Einfuhr als Humanitäre Hilfe genehmigt werden muss. Voraussichtlich Mitte/Ende Januar soll der Transport dann endgültig starten und die dringend benötigten Hilfsgüter nach Saporoshje bringen.