Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 17. Dezember 2014

Landeshauptstadt eröffnet weitere Flüchtlingsunterkünfte

Sandbreite und Lorenzweg sind neue Standorte zur Unterbringung

In der Sandbreite in Buckau sowie im Lorenzweg in Nordwest werden noch in dieser Woche Unterkünfte für Flüchtlinge in Betrieb genommen. Gemeinsam mit der amtierenden Leiterin des Sozial- und Wohnungsamtes, Heike Schulz, gab die Sozialbeigeordnete Simone Borris heute Medienvertretern einen Einblick in das Objekt in der Sandbreite. Dabei informierte sie auch über die Notwendigkeit eines neuen, zunächst zur vorübergehenden Nutzung hergerichteten Standorts im Lorenzweg, dem ehemaligen Telekomgebäude.

 

„Unsere bisherigen Unterkünfte sind ausgelastet, die Landeshauptstadt kann der Aufnahmeverpflichtung gegenüber der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt derzeit nicht mehr vollständig nachkommen“, erläutert die Beigeordnete den Handlungsdruck, der zur Eröffnung des neuen Standortes im Lorenzweg geführt hat. „Hier werden wir 54 der bis Ende Dezember insgesamt erwarteten 160 Flüchtlinge unterbringen.“ Mit Unterstützung der Feuerwehr wird das Gebäude zunächst mit Feldbetten ausgerüstet, um so schon kurzfristig den vom Land zugewiesenen Flüchtlingen Obdach zu bieten.

 

„Das Objekt ist in gutem Zustand und verfügt über die notwendigen Sanitäreinrichtungen“, erklärt die zuständige Amtsleiterin Heike Schulz die Hintergründe der Entscheidung für den Standort. Gemeinsam mit Vertretern des Sozial- und Wohnungsamtes hatten Experten von Ordnungsamt, Stadtplanungsamt, der Feuerwehr und dem Kommunalen Gebäudemanagement zurzeit leerstehende Gebäude im Stadtgebiet besichtigt und Möglichkeiten zur Unterbringung geprüft.

 

Das Objekt im Lorenzweg soll zunächst nur als Übergangsvariante für die voll belegten Gemeinschaftsunterkünfte in Betrieb genommen werden. Über eine dauerhafte Nutzung mit entsprechend notwendiger Nachrüstung muss noch entschieden werden.

 

In der Sandbreite in Buckau werden Anfang kommender Woche bis zu 74 Flüchtlinge  aufgenommen. Anders als im Lorenzweg ist die Nutzung des Gebäudes zur Unterbringung schon seit Ende Oktober geplant. Dennoch muss die Landeshauptstadt auch hier auf Feldbetten der Feuerwehr zurückgreifen. „Weil auch andere Kommunen derzeit ihre Unterkünfte ausstatten, führt die große Nachfrage zu einer kurzzeitigen Lieferverzögerung bei Betten“, erklärt Heike Schulz. „Wir hoffen, dass wir schon Mitte Januar die Unterkunft fertig ausstatten können.“

 

In beiden Einrichtungen werden die Bewohner fachlich betreut und beraten. Nach dem  dreistufigen Unterbringungskonzept für Asylbewerber in Magdeburg handelt es sich um die Eingangseinstufung, bei der noch der größte Versorgungsbedarf gesehen wird. Nächste Unterbringungsstufe sind von der Stadt betreute Wohngemeinschaften, bei der die Landeshauptstadt insbesondere Mieter der jeweiligen Wohneinheit ist. In der abschließenden dritten Unterbringungseinstufung mieten die Betroffenen selbst privaten Wohnraum an.

 

Auch nach dem Bezug der Unterkünfte bleibt die Lage für die Verantwortlichen  bei der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten unverändert angespannt. Beigeordnete Simone Borris: „Vorrangiges Ziel ist die dezentrale Unterbringung unter der  Berücksichtigung aller Stadtteile gleichermaßen. Entsprechend suchen wir dauerhaft  Immobilien zur Unterbringung, ob nun als Gemeinschaftsunterkunft, als von uns betreute Wohnung oder aber als eigenständige Wohnung für die Betroffenen.“




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Landeshauptstadt Magdeburg
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