Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 18. Februar 2015

Ottostadt Magdeburg vergibt Umweltpreis für erneuerbare Energien

Innovative Ideen gesucht/Preis wird zum 3. Mal verliehen

Magdeburg lobt auch 2015 einen Umweltpreis für die innovative Erzeugung oder Nutzung erneuerbarer Energien aus. Der Umweltpreis der Landeshauptstadt wird in den Kategorien Forschung, Wirtschaft sowie Jugend und Privatpersonen ausgeschrieben. Jede Kategorie ist mit insgesamt 4.000 Euro dotiert. Bewerbungen für den diesjährigen Preis sind bis zum 30. April möglich.

 

„Mit dem Magdeburger Umweltpreis wollen wir herausragende Leistungen, Ideen oder Konzepte zum Einsatz regenerativer Energien würdigen und einen zusätzlichen Anreiz für die Entwicklung und Umsetzung vorbildlicher Lösungen schaffen“, begründet Magdeburgs Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung, Holger Platz, die Auslobung. „Der Umweltpreis ist gleichzeitig Teil des vom Stadtrat beschlossenen Konzeptes zur Profilierung Magdeburgs als Modellstadt für erneuerbare Energien."

 

Der Preis wird in drei Kategorien vergeben. Neben Teilnehmern aus den Bereichen Forschung und Wirtschaft können auch Jugendliche und andere Privatpersonen ihre Bewerbung einreichen. Die eingereichten Beiträge sollen beispielgebende Aktivitäten oder Lösungen zur Energieeinsparung an Gebäuden, zum Einsatz regenerativer Energien oder zur Entwicklung und Anwendung neuer Technologien zur Energieoptimierung aufzeigen.

 

Die Entscheidung über die einzelnen Preisträger treffen ein Fachkreis zum Vorentscheid und eine Jury, die sich aus Vertretern der Bereiche Wirtschaft, Bildung, Verwaltung und Politik zusammensetzen wird.

 

Jede Preiskategorie ist mit insgesamt 4.000 Euro dotiert. Für den Sieger stehen 2.500 Euro zur Verfügung. Auf den Zweitplatzierten warten 1.000 Euro, auf den Drittplatzierten 500 Euro.

 

Das Preisgeld von insgesamt 12.000 Euro wird zur Verfügung gestellt von der GETEC AG, der MACO-Möbel Vertriebs GmbH, der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB),  der MTU Reman Technologies GmbH, der MWG-Wohnungsgenossenschaft eG Magdeburg, den ÖSA Versicherungen, der porta Möbel GmbH & Co. KG, der Stadtsparkasse Magdeburg, der Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG (SWM), der Volksbank Magdeburg eG, der BBW Recycling Mittelelbe GmbH, des Müllheizkraftwerkes Rothensee GmbH, der Deutschen Kreditbank AG, der regiocom GmbH und der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH.

 

Wer an dem Wettbewerb um den Umweltpreis teilnehmen möchte, sendet bitte seine schriftliche Bewerbung bis zum 30. April dieses Jahres an Landeshauptstadt Magdeburg, Umweltamt, Stabsstelle Klimaschutz/Umweltvorsorge, Frau Fricke, 39090 Magdeburg.

 

Für Rückfragen steht Claudia Fricke unter der Rufnummer 03 91/5 40 26 00 oder per E-Mail unter Claudia.Fricke@ua.magdeburg.de zur Verfügung.

 

Nähere Informationen zu den Teilnahmebedingungen sind unter http://www.magdeburg.de/Start/Bürger-Stadt/Leben-in-Magdeburg/Umwelt/Klimaschutzportal/Projekte-und-Angebote/Umweltpreis zu finden.

 

Hintergrund

 

Seit 1993 ist die Landeshauptstadt Magdeburg Mitglied im Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V.“. Im Rahmen ihrer Mitgliedschaft unterstützt Magdeburg jährlich Projekte zum Schutz des Regenwaldes.

 

Im Juli 2006 hatte der Stadtrat beschlossen, dass Magdeburg „Modellstadt regenerativer Energien“ werden soll. Diesem Ziel dient nicht nur der Einsatz umweltfreundlicher Technologien, sondern auch der weitere Ausbau der Kreislaufwirtschaft und der Produktionsstandorte für regenerative Energien und Energiesysteme. Mit der Firma Enercon, dem größten Hersteller von Windenergieanlagen in Deutschland, und der Biodieselerzeugung sowie Firmen, die Photovoltaikanlagen produzieren, verfügt der Wirtschaftsstandort hier bereits über prägende Unternehmen.

 

Neben dem Engagement von Wirtschaft und Bürgern geht auch die Verwaltung entscheidende Schritte in Richtung Klimaschutz. Mit dem vom Stadtrat im September 2010 verabschiedeten „Neuen Klimaschutzprogramm“ hat sich die Landeshauptstadt Magdeburg zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 die Emissionen klimarelevanter Gase auf 3,2 Tonnen Kohlendioxid (CO2) je Einwohner und Jahr zu reduzieren. Zur Umsetzung dieses ambitionierten Ziels will die Stadtverwaltung ihre Aktivitäten im Bereich des Klimaschutzes und der Energieeffizienz verstärken und damit ihrer Vorbildwirkung gerecht werden.

 

Nach mehr als drei Jahren Zusammenarbeit setzen die Landeshauptstadt Magdeburg, die Städtischen Werke Magdeburg (SWM) und die Deutsche Energie-Agentur (dena) ihre Kooperation zur Verbesserung von Energieeffizienz und Klimaschutz in Magdeburg fort. Zukünftig soll das 2010 eingeführte Energie- und Klimaschutzmanagement weiter etabliert werden. Dieses gibt Handlungsempfehlungen, wie die Kommune Schritt für Schritt mehr Energie einsparen kann. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt Magdeburg wird die dena den Energiebericht für die kommunalen Handlungsfelder Gebäude, Stromnutzung, Verkehr, Energiesysteme und Öffentlichkeitsarbeit fortschreiben. Dieser dokumentiert die Energieverbräuche, CO2-Emissionen sowie mögliche Einsparpotenziale in der Kommune.

 

Ein weiteres wichtiges Instrument für künftige Klimaschutzaktivitäten ist ein Energiecontrolling, das Energieverbräuche erfasst, analysiert und bewertet. Die dena wird dieses für Wärme- und Stromverbräuche in Gebäuden entwickeln, die von der SWM versorgt werden. Auf Basis der verbesserten Datenlage können SWM-Kunden Energiesparpotenziale besser identifizieren und entsprechende Klimaschutzmaßnahmen zielgerichteter planen und umsetzen.

 

Im September 2010 wurde die Landeshauptstadt Magdeburg durch die Bundesforschungsministerin Anette Schavan als Preisträger im Bundeswettbewerb „Energieeffiziente Stadt“ ausgezeichnet. Magdeburg hat sich damit als eine von insgesamt fünf Städten für die Endphase des Wettbewerbes qualifiziert und wird vom Bundesministerium in den kommenden Jahren mit jeweils bis zu 1 Mio. Euro jährlich gefördert. Die Auszeichnung bestätigt, dass Magdeburg auf einem guten Weg ist, um den Ressourcenverbrauch und den CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren, damit auch künftige Generationen eine intakte, vielgestaltige Umwelt vorfinden. Die Förderung durch das Bundesministerium versetzt die Landeshauptstadt in die Lage, weitere Projekte umzusetzen und vor allem die Erforschung von intelligenten, zukunftsfähigen Systemen und Technologien fortzusetzen mit dem Ziel, den CO2-Ausstoß bis 2020 um mehr als Zweidrittel gegenüber 1990 verringern.

 

2012 hat die Landeshauptstadt Magdeburg den Startschuss für die Gründung einer Klimaallianz mit der privaten Wirtschaft gegebenen. Leitmotiv dieser Partnerschaft zwischen Verwaltung und Wirtschaft soll der Ausbau des kooperativen Klimaschutzes in der Stadt sein. Unter dem Dach der Magdeburger Klimaallianz werden energie- und klimapolitische Fragestellungen auf die Tagesordnung gehoben sowie in branchenübergreifenden Gesprächen und konkreten Projekten vorangebracht.

 

Auch der Umwelterziehung misst die Stadtverwaltung erhebliche Bedeutung bei. Gemeinsam mit den Städtischen Werken organisiert die Stadt einen Energiespar-Wettbewerb für Schulen. Das Energie-Einsparmodell unter dem Motto „Fifty/fifty“ trägt seit Jahren zur CO2-Reduzierung bei. Ziel ist die Energieeinsparung in den drei Bereichen Wasser, Wärme und Strom durch energiebewusstes Verhalten. Gleichzeitig sollen den Schülern die Zusammenhänge im Klimaschutz zwischen dem eigenen Handeln vor Ort und den globalen Auswirkungen näher gebracht werden. Fifty/fifty heißt, dass die Schulen 50 Prozent der verhaltensbedingt eingesparten Energiekosten erhalten.




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Landeshauptstadt Magdeburg
Frau Kerstin Kinszorra
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