Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 17. Januar 2015

OB Trümper: „Magdeburg ist eine weltoffene Stadt“

Oberbürgermeister äußert sich zur geplanten MAGIDA-Kundgebung

Am kommenden Montag haben Bürger zu einem Spaziergang unter dem Titel MAGIDA (Magdeburger gegen die Islamisierung des Abendlandes) eingeladen. Zu diesem Demonstrationstitel sagte Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper: „Magdeburg ist eine weltoffene Stadt, in der Intoleranz keinen Platz hat. Magdeburg steht für eine offene Gesellschaft und das friedliche Miteinander der Kulturen, Nationalitäten und Religionen. Hier haben wir in den vergangenen Jahren gemeinsam viel erreicht.“

 

„Der Titel MAGIDA geht an der Realität völlig vorbei und suggeriert ein Problem, das es in Magdeburg nicht gibt. In unserer Stadt leben einige hundert Menschen muslimischen Glaubens, die hier arbeiten, studieren oder aber als Flüchtlinge und Asylbewerber zu uns gekommen sind. Eine Islamisierung unserer Gesellschaft kann ich angesichts dieser Zahlen und des friedlichen Zusammenlebens nicht erkennen. Auch die Frage die Unterbringung und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern ist in unserer Stadt eine lösbare Aufgabe, die allerdings großer Anstrengungen von beiden Seiten bedarf.“

 

„Wer an dem Spaziergang am Montag teilnimmt, sollte genau prüfen, wen er unterstützt, wem er eine Bühne bietet und ob er unter dem Titel MAGIDA das Demonstrationsrecht nutzen will und seine Meinung richtig dargestellt weiß. In der Landeshauptstadt Magdeburg gibt es genügend Möglichkeiten, sich an der politischen Willensbildung zu beteiligen und Gehör zu finden: Sei es in der Gemeinwesenarbeit, in der Mitarbeit in politischen Gremien wie dem Stadtrat und seinen Ausschüssen oder sei in meiner Bürgersprechstunde. Ich erkläre, dass es von unserer Seite eine ausgesprochene Dialogbereitschaft zu allen Themen gibt, die nicht rassistisch und fremdenfeindlich sind.“

 

„Sich einer Bewegung anzuschließen, die u.a. auch durch rassistische Äußerungen auffällig ist, ist keine Grundlage für ein friedliches und konstruktives Miteinander in unserer Stadt. Magdeburg darf nicht als Kulisse für die Verbreitung von vor allem aus Unkenntnis getragenen Vorurteilen missbraucht werden.“




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Landeshauptstadt Magdeburg
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