Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und der Staatssekretär des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, Thomas Wünsch, werden am kommenden Dienstag, dem 27. Januar, um 14:00 Uhr am Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des KZ-Außenlagers „Magda“ in Magdeburg-Rothensee einen Kranz niederlegen. Anlass ist der bundesweite Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. An der Kranzniederlegung beteiligen sich zudem Vertreter politischer Parteien, der Jüdischen Gemeinde sowie der Evangelischen und Katholischen Kirche.
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Staatssekretär Thomas Wünsch werden am Mahnmal Worte des Gedenkens sprechen und einen Kranz niederlegen. Nach einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus folgt ein Gebet des Rabbiners Benjamin Soussan von der Magdeburger Synagogen-Gemeinde.
In der Nähe des ehemaligen Lagers „Magda“, in der Rothenseer Havelstraße/Ecke Heinrichsberger Straße wurde am 26. Januar 2001 das von dem Metallplastiker Peter Hinz und dem Schriftsteller Jürgen Rennert geschaffene Mahnmal enthüllt. Es erinnert an das KZ-Außenlager „Magda", das sich 1944/45 in unmittelbarer Nachbarschaft befand.
Ab Juni 1944 waren 2.170 zumeist ungarische Juden des Konzentrationslagers Buchenwald in das KZ-Außenlager „Magda“ in Magdeburg-Rothensee überführt und zur Schwerstarbeit für die Braunkohle-Benzin AG (BRABAG) gezwungen worden. Das Lager befand sich in unmittelbarer Nähe des heutigen Denkmals. Bis zu seiner Auflösung im Februar 1945 kamen 550 Häftlinge ums Leben.
Die Magdeburgerinnen und Magdeburger sind herzlich eingeladen, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen.