Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 30. Januar 2015

3. Abschnitt des Gewässerausbaus für das Furtlakengrabensystem

Baumaßnahme zur Hochwasser-Nachsorge

In diesen Tagen beginnen die ersten Arbeiten für den 3. Bauabschnitt des Furtlakengrabensystems in Ostelbien. Dazu gehören der Ausbau des Steingrabens durch den Biederitzer Busch, die Errichtung eines Schöpfwerks und den Neubau des Steingrabensiels. Ziel ist die Fertigstellung im kommenden Jahr.

 

Im Zuge der geplanten Arbeiten sind für die Trassenfreilegung zum Ausbau des Steingrabens zunächst Baumfällungen und die Entfernung von Gehölzen notwendig. Diese Arbeiten unter der Leitung des Bundesforstbetriebes beginnen Anfang Februar. Nach der Sondierung des Baufeldes durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst wird mit der Errichtung der notwendigen Baustraßen und der Verlegung der Versorgungsleitungen begonnen. Ab Juni soll dann der Ausbau des Steingrabens begonnen werden.

 

„Das Volumen der Baumaßnahmen beträgt rund 5 Mio. Euro“, so der Beigeordnete für Kommunales, Umwelt und allgemeine Verwaltung, Holger Platz. „Nach Abschluss der Baumaßnahme kann sowohl die Vernässung privaten und öffentlichen Eigentums als auch bei landwirtschaftlich, gewerblich und industriell genutzten Flächen minimiert werden. So wird das normale Grundwasserniveau schneller wieder erreicht. Die hydraulische Gesamtsituation des Polders wird durch diese Maßnahme entspannt.“

 

Erst kürzlich wurde der zweite Abschnitt des Gewässerausbaus beendet. Neben dem Graben H wurden auch der Entlastungsgraben vom Graben A zu Hermeckes Kiesloch sowie die Rohrleitung Puppendorfer Weg ausgebaut bzw. hergestellt. Bereits im Sommer 2014 konnte der erste Abschnitt, Ausbau der Prester Gräben, fertiggestellt werden. Dazu gehört der Ausbau der Gräben E und F sowie die Herstellung des Prester-Verbindungsgrabens auf einer Gesamtlänge von rund 3.100 Metern. Den Schwerpunkt dieser beiden Abschnitte stellte der Bau einer Rohrleitung vom Puppendorfer Weg bis zur Furtlake (Durchlass An der Lake) dar.

 

 

Hintergrund zur Hochwasser-Nachsorge

Während die Hochwasservorsorge – die Ertüchtigung der Deiche und Schutzanlagen – in die Zuständigkeit des Landes fällt, ist die Landeshauptstadt Magdeburg für die Hochwasser-Nachsorge zuständig. Ein Schwerpunkt ist dabei die Entwässerung der ostelbischen Stadtgebiete, wo durch hohe Grundwasserstände und Poldersituationen bei Hochwasser anhaltende Vernässungen auftreten, die privates und öffentliches Eigentum gefährden.

 

Eigens hierfür wurden ein Konzept entwickelt und die ersten Maßnahmen bereits umgesetzt, wie zum Beispiel der Ausbau des Grabensystems in Pechau (2006) und der Neubau des Zipkeleber Siels (2007) durch den UHV und den Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft. Der Ausbau des Furtlakengrabensystems ist ein weiterer wichtiger Baustein. Insgesamt werden 12 Millionen Euro in die Hochwasser-Nachsorge investiert.

 

Ein weiterer Schwerpunkt der Hochwasser-Nachsorge ist die Verbesserung der Erreichbarkeit der Deiche, damit in Gefahrensituationen Menschen und Material schnell an den Deich gebracht werden können. In den vergangenen Jahren wurden insgesamt neun Deichwege ausgebaut oder neu angelegt. Die Deichverteidigung ist somit deutlich einfacher geworden.




[Drucken]


Landeshauptstadt Magdeburg
Frau Kerstin Kinszorra
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
FAX: (03 91) 5 40 21 27
E-Mail: Kerstin.kinszorra@ob.magdeburg.de
URL: www.magdeburg.de

Die Pressestelle "Landeshauptstadt Magdeburg" ist Mitglied bei presse-service.de [http://www.presse-service.de/]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren. presse-service.de