Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 16. Februar 2015

Arbeitsgruppe berät über Magdeburger Aktionsplan und Barrierefreiheit im öffentlichen Raum

Einladung zur 72. Sitzung der AG Menschen mit Behinderungen am 26.02.15

Die kommunale Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt trifft sich am Donnerstag, dem 26. Februar 2015, 13.30 Uhr zu ihrer 72. Sitzung. Sie findet im Franckesaal des Alten Rathauses statt.

 

Auf der Tagesordnung der Arbeitsgruppe stehen aktuelle Probleme im Zusammenhang mit der Verbesserung der Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr, im städtischen Raum und bei öffentlich zugänglichen Gebäuden. Dazu sind Vertreter der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) und der zuständigen Ämter und Fachbereiche der Stadtverwaltung eingeladen. Vorgestellt werden sollen u.a. Planungen für die Gestaltung des Platzes vor dem Gesundheitsamt.

 

Dem Stadtrat liegt eine Information über den Stand der Umsetzung des „Magdeburger Aktions- und Maßnahmenplanes zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“ vor. Der Plan war 2012 beschlossen worden. Er umfasst über 80 Maßnahmen aus acht Handlungsfeldern, mit denen auf die Situation der Menschen mit Behinderungen besser eingegangen werden soll. Die Arbeitsgruppe wird dazu Position beziehen. Für das Jahr 2015 sollen darüber hinaus Themen festgelegt werden, die im Rahmen der Arbeitsgruppe behandelt werden.

 

 

Hintergrund

An der kommunalen AG Menschen mit Behinderungen beteiligen sich Mitglieder von Behindertenverbänden und -vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen der Stadtverwaltung und engagierte persönlich betroffene Aktive. Die AG war 1999 als beratendes Gremium und Forum für die Belange behinderter Menschen gegründet worden.

 

Zum Jahresende 2013 lebten rund 7,5 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, waren das rund 260.000 oder 3,6 % Betroffene mehr als am Jahresende 2011. 2013 waren somit 9,4 % der gesamten Bevölkerung in Deutschland schwerbehindert.

 

In Sachsen-Anhalt leben rund 180.200 anerkannte Schwerbehinderte. Das sind 8,0 % der Bevölkerung, also weit weniger als im Bundesdurchschnitt. In der Landeshauptstadt sind mit Stand vom Dezember 2013 rund 17.300 Menschen amtlich als Schwerbehinderte anerkannt (7,5 %). Schließt man die Behinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) unter 50 mit ein, sind bis zu 25.000 Menschen betroffen (11 %).

 

Von den Magdeburger Schwerbehinderten sind rund 9.400 in ihrer Mobilität wesentlich beeinträchtigt (Merkzeichen aG und G); schätzungsweise 2.000 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. 293 waren blind, 208 gehörlos und ca. 4.200 haben Anspruch auf die Mitnahme einer Begleitperson im ÖPNV (Merkzeichen B). Als hilflos gelten 2.079 Menschen (Merkzeichen H). Fast 2.300 Magdeburger besitzen das Merkzeichen RF und zahlen aufgrund von Seh- oder Hörbehinderung oder schwerer Behinderung einen ermäßigten Rundfunkbeitrag, soweit sie nicht wegen geringen Einkommens ganz befreit werden. 58,5 % der Betroffenen sind bereits 65 Jahre und älter, während nur 2,3 % jünger als 18 Jahre sind; 52,1 % der Behinderten sind weiblich.

 

An den beiden Magdeburger Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sind über 1.000 Betroffene beschäftigt. Rund 900 Menschen mit Behinderungen leben in stationären Einrichtungen (Heime bzw. Wohnstätten an den Werkstätten).

 

Mehr als 6.700 Magdeburger sind pflegebedürftig, mehr als 2.800 von ihnen werden in stationären Einrichtungen gepflegt, die übrigen in der Familie oder von ambulanten Pflegediensten.

 

Nach der offiziellen Arbeitslosenstatistik waren im Oktober 2014 in Magdeburg 447 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet, davon rund zwei Drittel im Bereich des SGB II (Jobcenter). Im Oktober 2013 wurden noch 500 arbeitslose Schwerbehinderte gemeldet.

 

Ansprechpartner:

Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter

Telefon 0391/540 2342

E-Mail: behindert@magdeburg.de




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Landeshauptstadt Magdeburg
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