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| Magdeburg, 23. April 2015
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Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg geht 2015 an die OSZE
Feierliche Verleihung am 19. September im Dom
Der Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg wird in diesem Jahr an die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) verliehen. Damit würdigen das Preiskomitee der Kulturstiftung Kaiser Otto und die Landeshauptstadt den Einsatz der OSZE für Frieden und friedliches Zusammenleben aller Europäer.
„Mit der Verleihung des Kaiser-Otto-Preises an die OSZE sollen die Verdienste der Organisation um die Stabilität in Europa und in den angrenzenden Regionen gewürdigt werden“, begründet Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper die Wahl des Preisträgers. „Die OSZE leistet einen erheblichen Beitrag zur politischen Krisenbewältigung und Konfliktprävention in Europa, beim Schutz von Frauen- und Minderheitenrechten sowie bei der Friedenskonsolidierung und der Beobachtung von Wahlen. Aber auch die Leistungen beim Krisenmanagement und der Bekämpfung von Menschenhandel verdienen internationale Anerkennung. Jüngstes Beispiel für den beharrlichen Einsatz der OSZE ist die Vermittlerrolle in der Krimkrise und bei den Konflikten in der Ukraine.“
Dieses Engagement würdigt die Landeshauptstadt Magdeburg mit dem Kaiser-Otto-Preis 2015. Überreicht wird der Preis im Rahmen eines Festaktes am 19. September 2015 im Dom zu Magdeburg. Daran nimmt die komplette OSZE-Troika teil: der amtierende Vorsitzende und serbische Außenminister, Ivica Dačić, der vorherige Vorsitzende und Schweizer Außenminister, Didier Burkhalter, und der künftige Vorsitzende, der deutsche Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier.
Während Ivica Dačić den Preis entgegennimmt, wird Dr. Frank-Walter Steinmeier die Laudatio halten. Der OSZE-Vorsitzende des Jahres 2014, Didier Burkhalter, spricht ein Grußwort an die Gäste. Der Schweizer Außenminister hat sich während seiner Zeit als OSZE-Vorsitzender große internationale Anerkennung erworben, nicht nur bei der Vermittlung in der Ukraine-Krise.
Die Verleihung des Kaiser-Otto-Preises an die OSZE entspricht der Zielrichtung, Institutionen zu ehren, die sich um den europäischen Einigungsprozess in Hinblick auf die mittel-, ost- und südosteuropäischen Staaten verdient gemacht haben, in besonderem Maße. Der Einsatz für die Beilegung der Konflikte, die aus dem Zerfall der Sowjetunion und dem Ende des Kalten Krieges resultieren, und für ein Leben in Frieden, Demokratie und Stabilität für die Menschen in Europa ist in diesem Sinne ausgesprochen verdienstvoll.
Die aus der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa hervorgegangene Organisation zählt inzwischen 57 Mitglieder. Sie war maßgeblich an der Beilegung des Kalten Krieges beteiligt, indem sie die Entspannungspolitik zwischen Ost und West gestaltete und ihr eine Plattform bot. Die OSZE ist aber auch eine Einrichtung, deren Experten auf Gebieten tätig werden, die wichtige Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Europa haben, wie Rüstungskontrolle und Energiesicherheit. Die Entscheidung für die Vergabe des zum sechsten Mal ausgelobten Kaiser-Otto-Preises der Landeshauptstadt Magdeburg hat ein Preiskomitee unter Vorsitz von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper getroffen. Ausgelobt wird der Kaiser-Otto-Preis von der gleichnamigen Kulturstiftung, die als erste kommunale Stiftung Magdeburgs am 17. April 2003 gegründet wurde.
Hintergrundinformationen
Der Kaiser-Otto-Preis Mit dem Kaiser-Otto-Preis werden alle zwei Jahre international bedeutende Persönlichkeiten oder juristische Personen gewürdigt, die sich in besonderer Weise um die europäische Verständigung – von der auch die neuen Bundesländer und Magdeburg profitiert haben – verdient gemacht haben.
Der Preisträger erhält eine repräsentative Urkunde und eine Bronzemedaille in einer Schmuckschatulle. Die Medaille zeigt auf der Vorderseite das Relief des Preisträgers, die Rückseite trägt die Inschrift „Kaiser-Otto-Preis der Stadt Magdeburg“. Gestaltet wird die Medaille vom Hallenser Bildhauer Prof. Bernd Göbel. Der Kaiser-Otto-Preis ist nicht dotiert.
Bisherige Preisträger Der Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg wurde zum ersten Mal im Jahr des 1200jährigen Stadtjubiläums (2005) an den Bundespräsidenten a.D., Dr. Richard von Weizsäcker, verliehen. 2007 wurde die damalige Staatspräsidentin der Republik Lettland, Prof. Dr. Vaira Vike-Freiberga, mit dem Kaiser-Otto-Preis geehrt. Im Jahr 2009 ging der Kaiser-Otto-Preis an den ehemaligen Außenminister der Republik Polen Wladyslaw Bartoszewski. 2011 wurde die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Angela Merkel, mit dem Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg ausgezeichnet. Vor zwei Jahren erhielt der Bundesminister a.D., Prof. Dr. h.c. Egon Bahr, den wichtigsten Preis der Landeshauptstadt Magdeburg.
Die Kulturstiftung Kaiser Otto Die Entscheidung, in Magdeburg eine Kulturstiftung zu gründen, die den Namen Ottos des Großen trägt, entstand bereits nach der erfolgreichen Europaratsausstellung „Otto der Große, Magdeburg und Europa“ 2001. Die Kulturstiftung Kaiser Otto wird von der Landeshauptstadt und der Stadtsparkasse Magdeburg gemeinsam getragen.
Neben der Auslobung des Kaiser-Otto-Preises fördert die Stiftung vor allem Vorhaben, die Magdeburg als eine bedeutende europäische Metropole des Mittelalters überregional bekannt machen.
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