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Leverkusen, 27. April 2015

Anschaffung eines neuen Operations-Roboters für das Klinikum dank Bayer-Spende

Bereits seit 2007 kommt am Klinikum Leverkusen ein „daVinci®“-OP-Roboter“ zum Einsatz, um im Bereich der Urologie und Gynäkologie minimalinvasive Eingriffe vorzunehmen. Da der medizintechnische Fortschritt nicht stillsteht und die Richtlinien der Europäischen Union in der Operationstechnik permanent neueste medizinische Standards verlangen, wurde am Klinikum nun das neue „daVinci®“-Modell 2014 angeschafft. Möglich wurde die Investition dank einer Spende in Höhe von 500.000 Euro durch den Bayer-Konzern.

„Als globales Innovationsunternehmen mit Sitz in Leverkusen, das im Gesundheitssektor tätig ist, unterstützen wir gerne die weitere Verbesserung der Patientenversorgung am Klinikum Leverkusen, das durch seine Innovationskraft und sein technologisches Niveau überzeugt“, so Dr. Marijn Dekkers, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG. „Mit diesem gesellschaftlichen Engagement möchten wir zugleich auch unsere Wertschätzung für den Standort Leverkusen zum Ausdruck bringen.“

Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn betonte, wie wichtig diese Zuwendung ist: „Leider sind die Mittel der öffentlichen Hand begrenzt. Die Unterstützung privater Akteure ist insofern sehr wichtig und hilfreich. Dem Bayer-Konzern danke ich daher herzlich für diese großzügige Spende. Dadurch ist es möglich, dass auch zukünftig am Klinikum Leverkusen modernste Technik zum Einsatz kommt, die nachweisliche Vorteile für die Patienten birgt.“

Große Studien beweisen einheitlich bessere Ergebnisse für die roboter-assistierte radikale Prostatektomie (chirurgische Entfernung der Prostata) im Vergleich mit der offenen Operationstechnik – zum Beispiel in Hinblick auf die Krankenhausverweildauer, Transfusionen, Komplikationen oder die Mortalitätsrate. Mittels der roboterassistierten „daVinci®“-Chirurgie führt der Operateur die Instrumente nur in kleine Operationskanäle ein, um etwa eine krebsbefallene Prostata oder Niere zu entfernen. Dank zehnfacher Vergrößerung in naturgetreuer, dreidimensionaler Form hat der Operateur beste Sicht und Kontrolle im Körperinneren und kann die Instrumente dort millimetergenau und absolut zitterfrei steuern.

„Die moderne ‚Schlüssellochtechnik‘ schont den Patienten  und verkürzt seinen Klinikaufenthalt“, so Dr. Jürgen Zumbé, Direktor der Klinik für Urologie. „Der OP-Roboter minimiert zudem operative Folgen wie Inkontinenz oder Impotenz und hinterlässt nur winzige Operationsnarben.“ Prof. Dr. Kubilay Ertan, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, ergänzte: „Die Schmerzen sind gering, ebenso Blutverlust und Infektionsgefahr.“

Seit 2008 nahmen die Leverkusener Operateure rund 1.000 erfolgreiche „daVinci®“-Eingriffe vor. Der „daVinci®“-OP-Roboter war der entscheidende Grund dafür, dass die Klinik für Urologie im Klinikum Leverkusen gemeinsam mit den niedergelassenen Partnern zum bundesweit ersten Prostatazentrum nach den Standards des Dachverbands der Prostatazentren e.V. (DVPZ) ernannt wurde. Seit 2009 ist die Klinik als „Zentrum für Exzellenz im DVPZ“ zertifiziert.

„Das „daVinci®“-System bringt dem Klinikum Leverkusen eine bessere Positionierung im regionalen Krankenhauswettbewerb“, so Hans-Peter Zimmermann, Geschäftsführer des Klinikums Leverkusen. „In der FOCUS-Rangliste der Top-Fachkliniken für die Behandlung des Prostatakarzinoms wird die Klinik für Urologie 2013 wie auch in den Vorjahren unter den 25 besten Kliniken Deutschlands geführt – und zwar weil es im Klinikum Leverkusen den OP-Roboter gibt.“

Die roboterassistierte „daVinci®“-Chirurgie ist aktuell das wachstumsstärkste operative Verfahren zur Behandlung eines Prostatakarzinoms. Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 67.000 Männer neu an einem Prostatakarzinom. Die Fallzahlstatistik nach Krankenhausentgeltsystem verzeichnet für die Prostataentfernung seit 2007 einen Rückgang der offenen Operationsverfahren um rund 25 Prozent und einen entsprechenden Anstieg der minimalinvasiven Prostatektomie.



Pressekontakt: Stadt Leverkusen, Julia Trick

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Erklärung im OP
Dr. Marijn Dekkers, der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG, Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn und zahlreiche Journalisten lassen sich im OP die Funktionsweise des daVinci(TM)-Roboters erklären.

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