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Hanau, 08. Juni 2015
Hanauer Magistrat beschließt Klinik-Kooperationsgesellschaft

„Uns verbindet die Überzeugung, dass kommunale Kliniken auch künftig unter schwierigen Bedingungen in der Konkurrenz gegen private ihren Platz im deutschen Gesundheitswesen haben sollen.“ Dieses Credo münzt Oberbürgermeister Claus Kaminsky auf den geplanten Klinikverbund des Hanauer mit dem Aschaffenburger Stadtklinikum sowie mit dem Krankenhaus in Alzenau-Wasserlos. Eine gemeinsame Kooperationsgesellschaft soll zunächst den Weg dahin bereiten. Die hat der Hanauer Magistrat nun beschlossen, am 22. Juni ist die Stadtverordnetenversammlung an der Reihe.

Für Kaminsky ist die Kooperationsgesellschaft „ein Ergebnis von Vertrauen“, das die Stadt Hanau mit der Stadt und dem Kreis Aschaffenburg als Klinikträger aufgebaut habe, seit 2013 eine gegenseitige Absichtserklärung abgegeben und später  ein medizinisches Regionalkonzept erarbeitet  wurde. Allen drei Krankenhauseigner sei gemein, dass sie die kommunale Daseinsvorsorge sichern wollten. Die Zustimmung des Bundeskartellamts steht noch aus; er sieht dem „vorsichtig optimistisch“ entgegen.  

Erfreulich sei, dass die Techniker-Krankenkasse in Hessen und Bayern den geplanten Klinikverbund mittlerweile als vorausschauenden Schritt gelobt habe. Zur Begründung heiße es, auf diese Weise könnten Kompetenzen gebündelt, die medizinische Qualität gesteigert und die Finanzlage der Kliniken verbessert werden. „Das Lob zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, findet Kaminsky.

Die Parlamentsvorlage nennt als Ziel der Kooperation, dass die medizinische Versorgung der Bevölkerung in der Städten Aschaffenburg und Hanau sowie im Main-Kinzig-Kreis und Kreis Aschaffenburg optimiert werden soll. Das umfasst rund 800.000 Menschen beiderseits der Landesgrenzen.

Das medizinische Konzept der drei kommunalen Kliniken soll Bevölkerungsprognosen und Marktanteile ebenso berücksichtigen wie notwendige Investitionen. Mit der Kooperationsgesellschaft sollen die Führungskräfte verstärkt eingebunden werden. An Stelle eines Aufsichtsrats  soll es einen Beirat geben, der aus Aufsichtsratsmitgliedern des Klinikums Hanau besteht und aus Mitgliedern der Verbandsversammlung des Krankenhaus-Zweckverbands Aschaffenburg-Alzenau. Stadt und Kreis Aschaffenburg hatten sich zum Jahresbeginn 2015 zu dem Zweckverband zusammengeschlossen, um auch auf dieser Ebene durch die Verschmelzung der kommunalen Krankenhäuser in Aschaffenburg und Alzenau den Verbund mit Hanau voranzutreiben.

Die Kooperationsgesellschaft zur Koordinierung der drei Kliniken ist auf maximal drei Jahre gegründet. Sitz der Gesellschaft ist in Alzenau. Ihren Arbeitsauftrag bestreiten wenige, bereits in den Kliniken wirkende Beschäftigte. Sie ist beratend tätig und erbringt keine medizinischen Leistungen.     



Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266


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