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Hanau, 09. Juni 2015
Wichtige Akzente für unsere Stadtidentität
Stadt Hanau schreibt Wettbewerb für „Märchenpfad“ aus

Bereits seit einigen Jahren in der Diskussion, ist das Projekt am Montag auf den Weg gebracht worden: in der Innenstadt von Hanau wird ein „Märchenpfad“ mit hochwertigen Kleinskulpturen entstehen. Wie Oberbürgermeister Claus Kaminsky erläuterte, hat der Magistrat in seiner jüngsten Sitzung einen dreistufigen Wettbewerb beschlossen. „Das Projekt wird einmal mehr dazu beitragen, Hanau als Brüder-Grimm-Stadt weiter zu profilieren“, so der OB und erinnert daran, dass die Idee des Skulpturenpfades bereits im Januar 2012 in der Stadtverordnetenvorlage „Kunst und Kultur im öffentlichen Raum“ sowie durch den Bürgervorschlag von Ernst H. Harlos und Jean M. Förster 2013 thematisiert wurde. Zuletzt hatte der Ortsbeirat Innenstadt im Januar 2014 einen entsprechenden Beschluss gefasst.

„Der mit dem Innenstadtumbau angestoßene Stadtentwicklungsprozess hat uns die einmalige Chance geboten, auch jene Wünsche an Kunst und Kultur im öffentlichen Straßenraum zu verwirklichen, die für unsere Stadtidentität wichtig und richtig sind.“ Zudem ist sich Kaminsky sicher, dass die zu schaffenden Werke mit ihrem Alleinstellungsmerkmal ganz erheblich zu einer lebendigen Stadtgesellschaft und Urbanität beitragen. Das neue Stadtbild erhalte zusätzliche ästhetische Akzente, die der Innenstadt ein unverwechselbares Gesicht verleihen würden. „Wer den Anspruch der Brüder-Grimm-Stadt, Kulturhochburg im Osten der Rhein-Main-Region zu sein, ernst nimmt, darf die kulturelle Präsentation nach innen nicht vernachlässigen.“

„Die künftig höchst exponiert servierten Hanauer Märchen sollen nun in Bronze, Stahl oder Stein im Stadtbild, auf unseren Straßen und Plätzen präsent werden und auch die Internationalität unserer Brueder-Grimm-Stadt unterstreichen“, so der OB weiter und erinnert daran, dass neueste Forschungen der Professoren Heinz Rölleke und Heiner Boehncke über die Märchen der Grimms viele der bekanntesten Erzählungen als „aus dem Hanauischen“ und „aus der Maingegend“ identifiziert haben. Zu diesen zählen unter anderem Dornröschen, Rotkäppchen, König Drosselbart, Schneewittchen und der Gestiefelte Kater. Hier sei vor allem Marie Hassenpflug als Beiträgerin zu nennen, die mit ihrer Familie von 1789 bis 1798 am Hanauer Marktplatz im Haus Lossow lebte, die Märchen im französisch sprechenden Neuhanau von ihren hugenottischen Vorfahren aufnahm und den Grimms später in Kassel erzählen sollte.

Vorgesehen sind insgesamt zehn Figuren, die in der Innenstadt aufgestellt werden. Der Wettbewerb ist dreistufig angelegt: ab sofort können Künstlerinnen und Künstler Gestaltungsvorschläge einreichen, die nach dem Einsendeschluss am 13. Juli von einer Fachjury sondiert werden. Die Hanauer Bürgerinnen und Bürger haben danach bis zum 28. September die Möglichkeit, ihren Favorit in einem Bürgervotum im Hanauer Rathaus zu wählen. Die Skulptur mit den meisten Stimmen wird dann auf alle Fälle realisiert. Aus den anderen Einreichungen werden die Juroren maximal 20 Künstler/innen einladen, ihre Entwürfe zu konkretisieren. Die 10 Wettbewerbssieger werden schließlich Ende September 2015 gekürt. Die prämierten Arbeiten sollen dann vom 5. Oktober an im Rathaus bis Ende Januar 2016 zu besichtigen sein. Die Realisierung ist nach Einbindung des Ortsbeirates Innenstadt und Beschluss des Magistrats für 2016/2017 vorgesehen.

Für alle Kleindenkmäler werden Patinnen und Paten gesucht. Oberbürgermeister Kaminsky gibt sich optimistisch: „Was beim Oppenheim-Denkmal bereits hervorragend geklappt hat, nämlich Sponsoren zu finden und das Denkmal komplett durch Spenden zu finanzieren, das wird auch bei den Märchen klappen.“ Pro Skulptur sind maximal 10.000 Euro an Kosten kalkuliert. Alle zehn Figuren sollen auf identischen Sandsteinquadern montiert werden.

Die genauen Ausschreibungsmodalitäten können ab sofort im Internet unter www.hanau.de/kultur/index.html ‎heruntergeladen werden. Rückfragen sind beim Geschäftsbüro des Wettbewerbs im Fachbereich Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen, Martin Hoppe, Telefon 06181/295-1723, Martin.Hoppe@Hanau.de möglich.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929


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