Die Anna-Ebert-Brücke ist ab dem kommenden Montag, 20. Juli, für den Schwerverkehr gesperrt. Künftig dürfen nur noch Kfz mit einem zulässigen Gesamtgewicht von maximal 7,5 Tonnen die Brücke befahren. Der Schwerverkehr muss deshalb über den Nordbrückenzug umgeleitet werden. Für Straßenbahnen gilt bereits seit Wochenbeginn ein Begegnungsverbot auf dem Bauwerk.
Grund ist ein gravierender Tragwerksschaden, der bei den aktuellen Bauwerksuntersuchungen in einem Gewölbebogen festgestellt wurde. Das Kunststeinmauerwerk dieses Gewölbes ist mehrfach gerissen. Die Risse ziehen sich durch den kompletten Gewölbebogen und wirken sich auf den gesamten Gewölbequerschnitt aus. Zudem haben sich bereits bekannte Risse und Schäden an der Brücke seit den beiden vorherigen Bauwerksprüfungen 2013 und 2014 verbreitert.
Diese massive Schadenszunahme, die die Standsicherheit des Bauwerkers erheblich beeinträchtigt, resultiert aus dem Hochwasser von 2013. Gegenwärtig erfolgen am schadhaften Gewölbebogen unter anderem statische Untersuchungen zur Ermittlung der Resttragfähigkeit. Von den Ergebnissen hängt ab, ob die Brücke auch für den Straßenbahnverkehr gesperrt werden muss.
Neben der Einrichtung des Begegnungsverbotes für Straßenbahnen haben die MVB bereits weitere vom Tiefbauamt geforderte Maßnahmen zur Reduzierung von Erschütterungen umgesetzt. Hierzu zählt neben dem Schleifen der Schienenoberfläche auch die Installation einer Geschwindigkeitsregelanlage zur Sicherstellung einer exakt gleichbleibenden Geschwindigkeit der Straßenbahnen von maximal 10 km/h.