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Hanau, 24. September 2015
Bunte Mischung aus unterhaltsamer und hochklassiger Kleinkunst
Reihe Kultour startet am 11. Oktober im Café Central

Ob Bayrische Brettl Blüten, „Super Vision“ mit HG. Butzko oder Keltische Harfenmusik mit Nadia Birkenstock – es ist ein anspruchsvolles Kulturprogramm, ganz bewusst abseits des Mainstream und der TV-Comedians angesiedelt, das die Reihe "Kultour" seinem Publikum bietet. Seit 1987 belebt die Veranstaltungsreihe die kulturelle Szene in der Brüder-Grimm-Stadt und hat inzwischen einen ebenso großen wie treuen Freundeskreis gefunden. Die bunte Mischung aus hochklassiger Kleinkunst setzt einfach Maßstäbe und muss den Vergleich mit den Angeboten der gesamten Rhein-Main-Region nicht scheuen.

Dies belegen nach den Worten von Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky auch die Zahlen der abgelaufenen Saison: Mit knapp 2.400 Zuschauerinnen und Zuschauern, die eine der insgesamt 27 Veranstaltungen der vergangenen Saison besucht haben, erreicht diese Reihe eine Kapazitätsauslastung in Höhe von 85 Prozent. „Das sind Ergebnisse, von denen anderen Theaterreihen vielfach nur träumen können“, freut sich Kaminsky über den kontinuierlichen Erfolg.

Der Startschuss für die neue Saison fällt am Sonntag, 11. Oktober, wenn im Café Central Jess Jochimsen mit seinem Programm „Krieg ich schulfrei, wenn Du stirbst?“ einmalmehr Geschichten über seinen chaotischen Sohn Tom und den ganz normalen Wahnsinn der Erziehung erzählt.  Und weil immer irgendwas ist und ständig einer was will, schnürt Jess Jochimsen ein Paket mit Texten, Liedern und Dias, um gegen die Unbillen der Gegenwart zu Felde zu ziehen.

Politisches Kabarett der Extraklasse bietet das Café Amadeo am Donnerstag, 15. Oktober, wenn mit HG. Butzko ein Mann auf der Bühne steht, der laut Jury zum Deutschen Kleinkunstpreis mit anspruchsvoller Komik und analytischer Schärfe selbst höchst komplexe Zusammenhänge darstellt. Butzko, der Hirnschrittmacher des deutschen Kabaretts, präsentiert in Hanau sein neues Programm „Super Vision“. Ausgangspunkt ist die Äußerung von Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung: „Diese Bundesregierung will die Quellen des guten Lebens allen zugänglich machen.“ Mit diesem Motto wollte die Kanzlerin ein Leitmotiv für die neue Legislaturperiode benennen, obwohl Helmut Schmidt mal sagte: „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.“

Auf einen Bayrischen Kabarett- und Musikabend darf sich das Publikum am Donnerstag, 22. Oktober, 19.30 Uhr, im Comoedienhaus Wilhelmsbad freuen, wenn die „PrimaTonnen“, Josef Pretterer und „Oanso“ gemeinsam unter dem Motto „Bayrische Brettl Blüten“ den unterhaltsamen Abend gestalten. Das Spektrum reicht dabei von Weiberkabarett besonderer Güte mit Geschichten, die das Leben schreibt, über den „kölschen Bayer“ Pretterer, der allein mit 50 selbstgebauten Figuren die Bühne beherrscht, bis hin zu den „Münchner Innenstadtmusikanten“, die als Grenzgänger zwischen Volksmusik und Partyszene noch jeden Saal zum Kochen gebracht haben.

Der November startet mit Hubert Burghardt, der am Sonntag, 8. November, mit seinem Programm „Nachher will’s keiner gewesen sein!“ im Café Central gastiert. Auf das Publikum wartet ein Programm für Querköpfe, Mitdenker und Spaßversteher, wenn Burghardt mit seinen spitzfindigen Statements, hintergründigen Spielszenen und listigen Liedern eine Gesellschaft skizziert, die nicht zwischen Alternativlosigkeit und sogenannten Sachzwängen erstarren muss.

Mit Stephan Bauer’s Comedy Lounge reiht sich Stein’s Tivoli am Mittwoch, 11. November, in die Kultour-Reihe ein. Bauer, der selbst mit seinem Programm „Warum Heiraten – Leasing tut’s auch“ auftritt, präsentiert in seiner zweiten Mixed Show in Hanau drei Ausnahmekünstler der Comedy- und Musikszene. Lisa Feller weiß „Guter Sex ist teuer“. Authentisch berichtet sie aus dem Leben einer alleinerziehenden berufstätigen Mutter und kommt zu dem Ergebnis, dass es genug Alternativen zwischen Herdprämie und „50 Shades of Grey“ gibt. Mit größtenteils eigenen Songs und inzwischen drei CDs tourt der Hamburger Liedermacher Fred Timm und macht dabei auch Station in Hanau. Mal laut, fröhlich und lustig, mal leise, zerbrechlich und nachdenklich, aber stets am Puls de Zeit begeistert er Liebhaber der Kleinkunst, wo immer er auftritt. Den Abschluss des Abends übernimmt Matthias Jung mit seinem Programm „Liegen haben kurze Beine“.

Kraftvolle und ausdrucksstarke Musik voller Leuchtkraft, mit poetischen und augenzwinkernden Texten und einem ganz unverwechselbaren persönlichen Stil – so lässt sich das Programm von Nadia Birkenstock zusammenfassen. In Hanau ist die Interpretin von irischen, schottischen und englischen Folksongs am Donnerstag, 19. November, im Café Amadeo zu hören. Dabei bildet ihre klare Stimme eine magische Einheit mit den farbenreichen Klängen ihrer Harfe. Für Freunde keltischer Harfenmusik und solche, die es werden wollen, ein Konzert, das sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Mit ihrem Programm „Schwamm drüber ? Das (Aller)Letzte zum Schluss!“  liefert Anny Hartmann am Sonntag, 22. November, im Café Central einen ersten, ganz besonderen Jahresrückblick 2015. Witzig, charmant und intelligent bereitet sie die Ereignisse des vergangenen Jahres auf. Dabei hält sie sich gar nicht erst an Nebenschauplätzen auf, sondern legt den Finger immer mitten hinein in die Wunde.

Er hat als Autor den Grimme-Preis für „Stromberg“ gewonnen, sein Bücher „Macho Man“ und „Der Boss“ waren in den Bestsellerlisten und Serien wie „Ladykracher“ oder „Die Wochenshow“ lebten von seinen Gags. Seit ein paar Jahren ist Moritz Netenjakob mit seinem Solo-Programm unterwegs und kommt nun am Mittwoch, 2. Dezember, mit seinem neuesten Programm „Mit Kant-Zitaten zum Orgasmus“ ins Stein’s Tivoli. Als Stammgast der Kultour-Reihe hat er in Hanau ein begeistertes Stammpublikum aufgebaut, das zu schätzen weiß, was Netenjakob ihnen bietet: das Kunststück, exakte Alltagsbeobachtung, beißende Satire und warmherzige Figurenzeichnung zu einem Panoptikum der Befindlichkeiten zu verweben, das vor allem eines ist - sehr, sehr komisch.

„Rüden haben kurze Beine“ ist der vielversprechende Titel einer neuartigen und irrwitzigen Leseshow mit dem Literaturcomedian Tim Boltz. Neben urkomischen Passagen aus seinen Besteller-Romanen liest er am Donnerstag, 3. Dezember, im Café Amadeo auch eigens für dieses Programm neu geschriebene Texte und Gedichte. Dabei schlüpft er stimmlich und schauspielerisch in die skurrilsten Charaktere und spricht schonungslos das aus, was wir alle wissen und doch nie zugeben wollen. Abgerundet wird die Leseshow durch Corinna Fuhrmann, die die Text am Klavier begleitet und musikalisch interpretiert.

Zum Abschluss der ersten Hälfte der Veranstaltungsreihe und passend zur Jahreszeit wird am Mittwoch, 16. Dezember, „Charles Dickens‘ Weihnachtsmärchen“ gezeigt. Markus Grimm präsentiert dieses Mal in „Stein’s Tivoli“ seine eigene Interpretation der Geschichte von dem kaltherzigen Geschäftsmannes Ebenezer Scrooge, der just am Weihnachtsfest unter gespenstischen Einfluss gerät und dabei mit seiner eigenen Vergangenheit und Vergänglichkeit konfrontiert wird. Grimm begeistert und verzaubert bereits seit 2004 das Publikum im Café Amadeo mit diesem Stück, das auch im neunten Jahr absolut sehenswert ist. Hier gilt es, sich rechtzeitig Karten zu sichern, denn diese Vorstellung ist grundsätzlich schnell ausverkauft.

Alle Veranstaltungen im Café Amadeo und im Café Central beginnen jeweils um 20.30 Uhr. Im Stein’s Tivoli hebt sich der Vorhang bereits um 20 Uhr. Einlass  ist immer ab 19 Uhr. Der Vorverkauf läuft bereits. Karten zu allen Veranstaltungen der Reihe Kultour gibt es im Hanau Laden, Am Freiheitsplatz 3, bei der Volksbühne Hanau, Nürnberger Straße 2, sowie bei allen anderen bekannten Vorverkaufsstellen.

Das „Kleinkunst-Abo“, bei dem neun Veranstaltungen nach Wahl zum Preis von acht zu haben sind, gibt es nur direkt beim Veranstaltungsbüro. Informationen und Buchung sind unter der Telefonnummer 06181/ 6686092 oder per Email unter veranstaltungsbuero@hanau.de möglich.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929




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Jess Jochimsen



Stephan Bauer



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