Kreis Unna - Presse und Kommunikation

27. November 2015

Flüchtlinge als Zukunftschance

Schulische Integration als Schlüssel zum Erfolg

Kreis Unna. (PK) Die Flüchtlingsbewegung schafft nach Überzeugung von Landrat Michael Makiolla in absehbarer Zeit neue Zukunftsperspektiven für die Region, denn unter den derzeit knapp 2.930 zugewiesenen Flüchtlingen sind mehr als ein Viertel unter 16 Jahren.

 

Angesichts einer Bevölkerungsprognose, die zwischen 2015 und 2020 (noch) einen „Kinderschwund“ von fast 4.400 ermittelte, „haben wir also richtig Glück“, so Makiolla. Zumal zu den mit einer Aufenthaltserlaubnis ausgestatteten bzw. zugewiesenen knapp 640 bei der Kreis-Ausländerbehörde erfassten Kindern und Jugendlichen noch etwa 250 Personen im Alter bis zu 18 Jahren hinzukommen, die bei der Ausländerbehörde Lünen registriert sind.

 

„Integrieren statt ignorieren, isolieren oder separieren“: So lautet ein Leitmotiv von Landrat Michael Makiolla und er hat dabei auch diejenigen im Blick, die Sorge haben, dass sich Deutschland verändern könnte. „Es wird sicher anders werden, das ist ja typisch für die Zukunft. Was genau anders wird, haben wir aber heute in der Hand.“

 

Große Chancen sieht Makiolla in der frühen, passgenauen Integration der Kinder und Jugendlichen. „Hier ist das Kommunale Integrationszentrum Kreis Unna (KI) mit dem Go-In-Verfahren bereits seit 2011 erfolgreich am Werk“, erinnert der Landrat.

 

Über Go-In werden Kinder und Jugendliche aus anderen Ländern dank eines guten Zusammenspiels aller Beteiligten innerhalb kurzer Zeit in einer für sie geeigneten Schule beschult.

 

Allein bis Ende Oktober führte das KI gut 380 Vermittlungen durch, ein Großteil davon in Grundschulen und weiterführende Schulen, aber auch der schulische Quereinstieg in die Berufskollegs steigt. Sowerden derzeit rund 80 junge Flüchtlinge in Berufskollegs unterrichtet, davon 35 allein am Lippe Berufskolleg in Lünen und 20 am Hansa Berufskolleg in Unna.

 

 „Die steigenden Vermittlungszahlen sind nach Überzeugung von Landrat Makiolla gute Nachrichten. „60 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind zugewiesene Flüchtlinge , also junge Menschen, die sich über die Schule in ihre neue Heimat zu integrieren lernen, in unserem Bildungssystem Tritt fassen, ihren beruflichen Weg machen werden und damit der Allgemeinheit das, was wir in sie investiert haben, zurückgeben werden.“




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