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Hanau, 02. Dezember 2015
Magistrat gibt Mittel für Entwicklungshilfe frei
- 11.000 Euro gehen an vier Projekte in Afrika, Zentral- und Südamerika

Der Magistrat der Stadt Hanau stimmte jüngst über die Verwendung der für das Jahr 2015 vorgesehenen Mittel zur die Förderung von Maßnahmen für Entwicklungsländer ab. Er folgte dabei dem Vorschlag des Entwicklungshilfebeirats die Summe in Höhe von insgesamt 11.000 Euro auf vier verschiedene Projekte aufzuteilen.

Marweni e. V. erhält 2.200 Euro zur Unterstützung der Mutter-Kind-Therapie in Tunyai/Kenia. Mit der Therapie soll bei HIV-infizierten Müttern die Virusübertragung auf die ungeborenen Kinder verhindert werden. Zusätzlich soll die Schulbildung von Slumkindern in Acra/Ghana gefördert werden. Durch die Zahlung von Schulgeld soll es ermöglicht werden, eine weiterführende Schule zu besuchen.

Dr. Hilde Kemmerer erhält 4.455 Euro für die Schule Inagroni in Monterilla/Kolumbien. Dort soll eine Zuckerrohrplantage angelegt werden, die zur Selbstfinanzierung der Schule beiträgt.

Banakongo e. V. erhält 2.750 Euro für die Förderung von Kindern und Jugendlichen im Kongo durch Erstellung und Errichtung von Schulgebäuden für Grund- und Realschüler sowie zur beruflichen Ausbildung. Die Mittel werden für den Ausbau der Stromversorgung und die Herstellung einer Internetverbindung zur Berufsschule in Mosango/Kongo verwendet.

Die Nicaragua-Initiative Hanau erhält 1.595 Euro zur Verbesserung des Trinkwassersystems in Santa Lucia, Dirambia/Nicaragua. In der Gemeinde konnte bereits ein Brunnen gebohrt werden. Um die Wasserversorgung effizienter und kostengerechter zu gestalten, sollen nun Wasserzähler angeschafft werden.

Dem seit 1989 durch Magistratsbeschluss eingerichteten Entwicklungshilfebeirat gehören neben dem zuständigen Magistratsmitglied als Vorsitzendem (Oberbürgermeister) und je einem Mitglied der in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche sowie der in Hanau ansässigen Gruppen zur Unterstützung von Entwicklungshilfeländern an.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664


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