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Hanau, 04. Dezember 2015
Großzügige Schenkung von Gaul- und Peukert-Werken
- Städtische Museen Hanau und Hanauer Geschichtsverein erhalten über 50 Bilder und Plastiken

Seiner großen Freude über zwei großzügige Schenkungen an die Städtischen Museen Hanau gab Oberbürgermeister Claus Kaminsky jüngst Ausdruck. Er dankte den Familien Eich und Peukert, die aus ihrem Großauheimer Besitz insgesamt mehr als 50 Werke von Maler August Peukert und Mitgliedern des Simplicius sowie sechs Bronzen von Bildhauer August Gaul an die Stadt und den Hanauer Geschichtsverein übergeben hatten.

Die Schenkung aus der Sammlung Josef und Hilde Eich umfasst 38 Werke von August Peukert und sechs Werke von August Gaul. Die Museen erhielten ein Konvolut von Zeichnungen und Entwürfen aus der Studienzeit des Künstlers an der Königlichen Zeichenakademie von 1926 bis 1929, ein Blumenstillleben und Porträts aus der Frühphase um 1932, Kohlezeichnungen aus der Nachkriegszeit mit familiärem und religiösem Inhalt, eine Eisenplastik sowie Werke, die August Peukert während seiner Aufenthalte in Spanien und Italien in den 1960er Jahren malte und eine Ansicht von Caldetas in Katalonien.

Weiterhin übergab Hilde Eich den Museen eine Fasanengruppe in Bronze von August Gaul, ein stehendes Schwein aus der Serie „Kleiner Tierpark“ von 1914 und einen sitzenden Bären mit Früchtekorb, der nach dem Modell für Steinskulpturen gegossen wurde, die 1917 im Park des AEG-Gründers Felix Deutsch in Berlin zur Aufstellung kamen. Weiterhin zählen zur Schenkung auch ein großer und ein kleiner stehender Bär, die von Gaul während des Ersten Weltkriegs geschaffen wurden, sowie ein Schwan aus dem Jahr 1921.

Rudolf Peukert schenkte den Städtischen Museen eine Brandmalerei, die August Peukert in Zusammenhang mit einem Kreuzwegzyklus für die 1956 eingeweihte Doppelkirche in Jossgrund-Lettgenbrunn schuf, den Entwurf für ein Mosaik, das Gemälde „Astronauten in der Raumkapsel“ aus der gesellschaftskritischen Phase des Künstlers 1969 sowie mehrere konkrete Ölgemälde aus der Spätphase von August Peukert.

Auch an den Hanauer Geschichtsverein übergab die Familie weitere Werke von August Peukert, eine Madonnenplastik in Bronze von Dan Hauenstein sowie zwei Metallplastiken von Benno Haas.

Beate Hofmann, Leiterin des Museum Großauheim, und Michael H. Sprenger, Vorsitzender des Hanauer Geschichtsvereins, sehen die Schenkungen der Familie als wunderbare Geste zum 103. Geburtstag von August Peukert am vergangenen 23. November. Peukert sei es stets ein großes Anliegen gewesen Hanauer Künstler und insbesondere das Werk von August Gaul in das Bewusstsein der Hanauer Bürger zu rücken.

Ein Teil der Schenkung werde im nächsten Jahr in das Museum Großauheim integriert werden, teilte Hofmann mit. „Mit der großartigen Unterstützung der Familien Eich und Peukert können wir sowohl das Werk von August Gaul als auch die bedeutenden Großaufträge des Künstlers August Peukert künftig noch deutlicher im Museum Großauheim platzieren“, so Hofmann.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Drei Fasane 1908, August Gaul, Bronze



Caldetas 1962, August Peukert, Öl auf Hartfaser




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