Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 20. Januar 2016

Goldene, Diamantene und Eiserne Hochzeitspaare im Alten Rathaus geehrt

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper empfing fast 40 Jubelpaare

Ottostadt Magdeburg.

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat heute im Alten Rathaus Ehepaare empfangen, die im Dezember 2015 ihre Goldene oder Diamantene Hochzeit feierten. Darüber hinaus waren auch zwei Eiserne Hochzeitspaare anwesend, die die Gratulation des Oberbürgermeisters gern in diesem Rahmen entgegen nehmen wollten. Bei Kaffee und Kuchen hatten die Jubelpaare Gelegenheit, mit ihm und weiteren Vertretern der Stadtverwaltung ins Gespräch zu kommen. Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgten Christina Nöldge und Franz Scholl vom Konservatorium Georg Philipp Telemann.

 

„Der feierliche Empfang der Jubelpaare ist mehr als eine schöne Tradition“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Er ist vor allem Dank und Anerkennung für die Treue zu Magdeburg und die geleistete Arbeit. Die Paare haben den Wandel der Zeiten, aber auch die Veränderungen in unserer Stadt über Jahrzehnte miterlebt, begleitet und selbst gestaltet. Heute beteiligen sich ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger auf verschiedenen Ebenen an der Gemeinwesenarbeit. Ich danke daher allen, die sich im Alter ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren.“

 

In die Gratulation schloss der Oberbürgermeister Erinnerungen an die Jahre 1950, 1955 und 1965 ein und betrachtete die stadtgeschichtlichen Ereignisse: „Die 50er und 60er Jahre standen ganz im Zeichen des Neuanfangs und waren geprägt von zahlreichen Veränderungen.“

 

So fuhr 1950 nach Beendigung der Enttrümmerungsarbeiten in der Umgebung des Hauptbahnhofes erstmals wieder die Straßenbahn durch die Kantstraße, das Gesellschaftshaus in der Schönebecker Straße öffnete als „Haus der Jungen Pioniere“ wieder seine Pforten, die Pawlow-Poliklinik in der Schönebecker Straße und die Brücke des Friedens über die Alte Elbe wurden feierlich eingeweiht, das ehemalige Zentraltheater als Maxim-Gorki-Theater wiedereröffnet und der heutige Zoologische Garten begann seine Geschichte als Heimattiergarten.

 

Am 5. Mai 1955 öffnete dann der Klub der Intelligenz „Otto von Guericke“ des Kulturbundes in der Hegelstraße 3 und auch das neue Kulturhaus des VEB Schwermaschinenbau „Georgi Dimitroff“ wurde fertiggestellt. Zudem ging nach vierwöchigem Bau die Pioniereisenbahn im Stadtpark Rotehorn auf Jungfernfahrt, am 27./ 28. August fand in Magdeburg ein gesamtdeutsches Treffen der Jugend statt und am 9. September gastierte die weltberühmte Sopranistin Erna Berger im Kristallpalast. Ebenfalls im Mai 1955 waren in der Schilfbreite die ersten 18 Wohnungen bezugsfertig und Anfang Oktober konnten die ersten 60 Wohnungen in der Karl-Liebknecht-Siedlung zwischen Planetensiedlung und Lindenhof bezogen werden. Im Sommer 1955 eröffneten zudem in der damaligen Wilhelm-Pieck-Allee mehrere Verkaufsstellen, z.B. für Molkereiprodukte, Fischwaren, Kosmetik, Uhren/ Schmuck und Bekleidung. Am 1. September 1955 nahmen die Schulen in der

 

Schmeilstraße und in der Turmschanzenstraße den Unterricht auf. Zur gleichen Zeit wurde der Sportclub Aufbau Magdeburg (seit 1965 SC Magdeburg) gegründet und das neue Stadion am Gübser Damm (Ernst-Grube-Stadion) mit dem 1. Bezirks-Turn- und Sportfest vor 40.000 Zuschauern eingeweiht. Außerdem fuhr seit dem 16. Dezember 1955 die Straßenbahn auch über die Ost-West-Verbindung der Stadt, die damalige Wilhelm-Pieck-Allee (heute Ernst-Reuter-Allee).

 

Das bedeutendste Ereignis des Jahres 1955 für die Geschichte Magdeburgs war aber wohl die Wiedereröffnung des Doms nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten und die Amtseinführung von Bischof Johannes Jänicke.

 

Das Jahr 1965 war eine Zeit des Auf- und Umbruchs, geprägt durch viele Veränderungen. Die einst so stark erschütterte Stadt schaute wieder nach vorn. Magdeburg wurde nach und nach wieder aufgebaut, Großsiedlungskomplexe und Wohnungen entstanden. Die Bezirkshauptstadt wurde zur Arbeiterstadt und Stadt des Schwermaschinenbaus. Bedeutende Ereignisse des Jahres 1965 in Magdeburg waren die Eröffnung des legendären Jugend-Cafés Impro am 9. Januar, das Konzert des „King of Jazz“ Louis Armstrong vor 5.500 Besuchern in der Hermann-Gieseler-Halle am 6. April, die Übergabe der neuen Strombrücke nach dreijähriger Bauzeit am 6. Oktober, die Enthüllung des von Eberhard Roßdeutscher geschaffenen Mahnmals für die ermordeten Magdeburger Widerstandskämpfer in der Steubenallee und die Gründung des 1. FC Magdeburg am 21. Dezember.

 

47 Paare, die in den vergangenen Wochen ihre Goldene Hochzeit feierten und 23 Diamantene Hochzeitspaare waren zum heutigen Empfang geladen. Darüber hinaus nutzten auch zwei Eiserne Hochzeitspaare diesen besonderen Rahmen, um die Gratulation des Oberbürgermeisters entgegenzunehmen. Viele von ihnen nutzten die Gelegenheit, um Wünsche zu äußern, Anregungen weiterzugeben und Fragen zu stellen. Als Zeichen der Ehrung erhielten die Goldenen Paare Glückwunschurkunden des Landes und eine Rose. Den Diamantenen Paaren wurden Glückwunschurkunden des Ministerpräsidenten und der Landeshauptstadt Magdeburg sowie ein Blumenstrauß überreicht. Die Eisernen Paare erhielten einen Blumenstrauß, Pralinen „Magdeburger Kugeln“, einen Panoramakalender 2016 sowie Glückwunschurkunden des Ministerpräsidenten und des Oberbürgermeisters.

 

Die Ehrung der Hochzeitspaare in der Landeshauptstadt Magdeburg erfolgt seit 1993. Seit 1994 werden die Jubelpaare in das Rathaus eingeladen. So wurden von 1993 bis 2014 insgesamt 12.001 Goldene Paare, 2.414 Diamantene Paare, 452 Eiserne Paare und 37 Gnadenhochzeitspaare geehrt. 2015 waren es 695 Goldene Hochzeiten, 276 Diamantene Hochzeiten, 90 Eiserne Hochzeiten und 9 Gnadenhochzeiten.

 

1955 wurden in den sechs Magdeburger Standesämtern 2.228 Eheschließungen vorgenommen, 1965 waren es in den nur noch vier Standesämtern 2.319 Eheschließungen. Im Jahr 2015 wurden in der Landeshauptstadt Magdeburg 999 Ehen geschlossen.




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