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Hanau, 27. Januar 2016
Ein unerwartetes Kleinod fürstlicher Pracht ?
OB Kaminsky lädt Frankfurter Journalisten zum Stadtrundgang ein

Das neue Hanau überzeugt selbst Skeptiker aus Frankfurt. Darauf hat Oberbürgermeister Claus Kaminsky fest vertraut, als er dieser Tage mit Andreas Skipis den Mitarbeiter des Intendanten der Frankfurter Oper in die Brüder-Grimm-Stadt zu einer persönlichen Stadtführung eingeladen hatte. Seine Rechnung ging auf: Schon nach den ersten Stationen zeigte sich der Frankfurter, der selbst auch bildender Künstler ist, so angetan, dass er laut über einen Umzug nachdachte. Ein erfreuliches Ergebnis, das den OB aber nicht so sehr überraschte. Denn, so kommentierte Kaminsky, der Imagewandel der Grimm-Stadt vollziehe sich bedauerlicherweise nicht so schnell wie man es sich wünsche. „Doch wer heute nach Hanau kommt, um sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, welch positive Wandlung hier vonstatten gegangen ist, kann sich der Wirkung aus urbanem Flair und damit einhergehender Lebensqualität kaum entziehen.“

Dabei war es ursprünglich ein etwas despektierlicher Kommentar über Hanau gewesen, der ihm die Einladung „eingebrockt“ hatte. Im „Kulturtipp“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hatte der frühere Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zwar die Retrospektive des Malers Reinhold Ewald im Historischen Museum Schloss Philippruhe in höchsten Tönen gelobt, dabei aber auch angemerkt, dass man ein „solches Kleinod fürstlicher Pracht, eine Oase kultivierten Lebens“ an dieser Stelle des Mains nicht vermuten dürfte.

Dieser von ihm, wie er selbst im Gespräch mit dem OB betonte, eher ironisch gemeinte Texteinstieg hatte allerdings nicht nur den Hanauer Rathauschef auf den Plan gerufen, sondern mit Margret Dausien auch eine der Stadt sehr verbundene, das kulturelle Leben im Detail kennende Bürgerin. Die frühere Buchhändlerin wehrte sich in einem Leserbrief gegen die ihrer Meinung nach unberechtigten Untertöne. Der Einladung des Oberbürgermeisters, zusammen mit ihm Überzeugungsarbeit zu leisten, folgte sie gern.

Gemeinsam mit zwei in Hanau lebenden Freunden, Tobias Bange und Dr. Peter Frellesen, haben sich Andreas Skipis und seine beiden Gastgeber Kaminsky und Dausien schließlich auf eine abwechslungsreiche Tour durch die Stadt begeben. Angefangen beim neuen Freiheitsplatz mit dem Oppenheim-Denkmal und dem Kulturforum samt Stadtbibliothek über das Goldschmiedehaus und dem im Wandel befindlichen Altstädter Markt bis hin zu den attraktiven Wohnstandorten auf den Konversionsflächen in Wolfgang reichte das Programm, das die Besuchergruppe geboten bekam. Krönender Abschluss war das Museum in Großauheim, das neben seiner industriegeschichtlichen Ausstellung auch mit der einzigartigen Präsentation des Bildhauers August Gaul viel Lob einheimsen konnte und das sich nach Ansicht von Kaminsky durchaus auch für einen „Kulturtipp“ eignen würde. Bei diesem könne, so der OB mit einem Augenzwinkern an den Autor Skipis gerichtet, nach dem ausgiebigen Besuch in Hanau dann auch der erste Satz viel euphorischer als beim letzten Mal ausfallen.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929




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Versöhnlicher Handschlag im Beisein von Moritz Daniel Oppenheim zum Auftakt einer Stadtführung der besonderen Art. (v.l.n.r.): Andreas Skipis, Margret Dausien, OB Claus Kaminsky, Dr. Peter Frellesen und Tobias Bange. (Foto: Stadt Hanau)


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