In der Vortragsreihe „Im Stadtarchiv gefunden...“ hält Uwe Hilprecht am kommenden Dienstag, 23. Februar, den Vortrag „Alfred Hilprecht (1901-1985) – vom Waisenkind zum Gründer des Magdeburger Tiergartens“. Die Veranstaltung im Franckesaal des Alten Rathauses beginnt um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Der in Magdeburg geborene Alfred Hilprecht, Vater des Referenten, war als Waisenkind früh auf sich allein gestellt und beschäftigte sich mit Ornithologie. Er erarbeitete sich sein Wissen als Autodidakt und wurde ein von der Fachwelt geachteter Ornithologe. 1948 wurde ihm von der Magdeburger Stadtverordnetenversammlung in der kriegszerstörten Stadt der Aufbau eines Tiergartens übertragen. Zwei Jahre später wurde der im Wesentlichen aus Spenden erbaute Tiergarten eröffnet. Alfred Hilprecht fiel kurz darauf in Ungnade und verlor seinen Posten. Sein Name verschwand für viele Jahre aus der Öffentlichkeit. Es dauerte einige Jahre, bis er als Schriftsteller mit seinen Büchern über die Vogelwelt und mit Artikeln für die Tagespresse Erfolg hatte. Auch für den Naturschutz engagierte er sich bis an sein Lebensende 1985.
Interessierte Magdeburgerinnen und Magdeburger sind zum Vortrag des Sohnes von Alfred Hilprecht herzlich willkommen.