Hanau trauert um Gerhard Höhn
„Gerhard Höhn war ein in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis allseits anerkannter Kämpfer für die Belange seiner Mitmenschen.“ So würdigen Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck die Verdienste des jetzt im Alter von 85 Jahren Verstorbenen.
Höhn war für die SPD von 1964 bis 1974 Stadtverordneter in Hanau. Von 1974 bis 1989 wirkte er im Kreistag, der ihn anschließend zum Bürgerbeauftragten des Main-Kinzig-Kreises wählte. Bekannt wurde Höhn auch durch die von ihm organisierten Hilfstransporte in die Türkei, nach Rumänien, Polen und Kroatien. In Anerkennung seines jahrelangen ehrenamtlichen Einsatzes erhielt er 1995 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und 1990 den Ehrenbrief des Landes Hessen.
„Gerhard Höhns politische Biografie zeigt, dass ihm vor allem die Rechte der Arbeitnehmer wichtig waren“, würdigt Stadtverordnetenvorsteherin Funck das Lebenswerk des Verstorbenen. So trat Höhn als Lehrling schon 1946 in den DGB ein. In der SPD, der er seit 1952 angehörte, machte er sich als Unterbezirksvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen einen Namen. Im Kreistag war er stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion und deren sozialpolitischer Sprecher. 1955 trat er der Arbeiterwohlfahrt bei, deren Kreisvorstand Hanau-Stadt gehörte er viel Jahre an.
„Gerhard Höhn war in Hanau ein Vorbild an Solidarität mit Menschen. Er wird uns fehlen“, schließt Oberbürgermeister Kaminsky den Nachruf.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266
|