Kreis Unna - Presse und Kommunikation

13. April 2016

Statistik der Unteren Jagdbehörde

2015 gab es 20 neue Jäger im Kreis

Kreis Unna. (PK) Wer in Deutschland die Jagd ausüben will, benötigt einen Jagdschein. Doch erst nach bestandener Jägerprüfung kann der Jagdschein erteilt werden. Diese Voraussetzung erfüllen jetzt 20 Jäger, die 2015 ihr „Grünes Abitur“ bestanden haben.

 

21 Teilnehmer sind 2015 im Kreis Unna zur Jägerprüfung angetreten, einer von ihnen fiel durch. Das geht aus der Jahresstatistik der Unteren Jagdbehörde hervor. Zum Vergleich: 2014 nahmen 17 Menschen an dieser Prüfung teil, 15 davon bestanden sie. Damit sank die Durchfallquote im vergangenen Jahr von rund 12 Prozent (2014) auf rund fünf Prozent.

 

Nicht zu Unrecht wird die Jägerprüfung häufig als „Grünes Abitur“ bezeichnet. Um überhaupt zugelassen zu werden, müssen Interessenten ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, die Schulung zur „Kundigen Person“ absolviert haben und an einem Seminar über die sichere Handhabung und das Schießen mit einer Kurzwaffe teilgenommen haben.

 

Die Jägerprüfung selbst ist komplex und besteht zunächst aus einer schriftlichen Prüfung mit 100 Fragen aus vier Fachbereichen im Multiple-Choice-System. Ist dieser erste Prüfungsteil erfolgreich absolviert, erfolgt die Zulassung zu Schießprüfung und zur mündlich-praktischen Prüfung. Dabei werden drei Prüflinge circa eineinhalb Stunden lang über alle Fachgebiete hinweg geprüft. Das Mindestalter zum Zeitpunkt der Prüfung ist 15 Jahre.

 

Zur Ausübung der Jagd ist der Besitz eines Jagdscheines erforderlich, der ebenfalls von der Unteren Jagdbehörde erteilt bzw. verlängert wird.

 

2015 wurden insgesamt 644 Jagdscheine erteilt, davon 103 Einjahresjagdscheine, elf Zweijahresjagdscheine, 515 Dreijahresjagdscheine, fünf Tagesjagdscheine, ein Ausländer-Tagesjagdschein, ein Dreijahres-Falknerschein, fünf Jugendjagdscheine und drei Umschreibungen von einem Jugend- zu einem Erwachsenenjagdschein. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 wurden 584 Jagdscheine ausgestellt.




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