Mit einer öffentlichen Veranstaltung wird am 10. Mai um 16.00 Uhr das Kaiserin-Adelheid-Foyer im Alten Rathaus feierlich eingeweiht. Die Benennung des Eingangs- und Veranstaltungsfoyers im Alten Rathaus nach Kaiserin Adelheid geht auf einen Beschluss des Stadtrates vom September vergangenen Jahres zurück. Interessierte Magdeburgerinnen und Magdeburger sind dazu herzlich willkommen.
Die Einweihung des Foyers erfolgt in Kooperation mit dem Netzwerk „Politischer Runder Tisch der Frauen“. Auf dem Programm stehen Wortbeiträge des Stadtratsvorsitzenden Andreas Schumann und der Gleichstellungsbeauftragen der Landeshauptstadt, Heike Ponitka, ein Festvortrag des Beigeordneten für Kultur, Schule und Sport, Prof. Dr. Matthias Puhle, sowie Textbeiträge der Schreibwerkstatt des Literaturhauses Magdeburg. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung durch die Gitarristin Beate Peßler, die auch Dozentin am Telemann-Konservatorium ist.
Kaiserin Adelheid lebte von 931 bis 999. Sie war die zweite Ehefrau Ottos des Großen, Teilhaberin der Macht und eine der bedeutendsten Frauen ihrer Zeit. Sie wurde wegen ihrer Klugheit, ihres diplomatischen Verhandlungsvermögens und ihres karitativen Wirkens bereits zu Lebzeiten vom Volk verehrt und sogar heilig gesprochen.
Seit 2007 wird an Kaiserin Adelheid mit einer Gedenkplatte am 40. Frauenort am Fürstenwall erinnert. Seit 2012 wird in Magdeburg jährlich der Adelheid-Preis durch den Oberbürgermeister im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Kloster Unser Lieben Frauen verliehen. Mit dem Preis würdigt die Landeshauptstadt Magdeburg entsprechend einem Stadtratsbeschluss jährlich Personen oder Gruppen, die sich durch herausragendes ehrenamtliches Engagement im sozialen Bereich auszeichnen. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Die Preisträgerbekanntgabe erfolgt jährlich am 16. Dezember anlässlich des Todestages der Kaiserin Adelheid im Jahr 999.
Im neu benannten Kaiserin-Adelheid-Foyer des Alten Rathauses sind regelmäßig Kulturveranstaltungen und Empfänge der Landeshauptstadt Magdeburg.