Schöne Spielplätze, sichere Wege und ein Platz zum Grillen
- Hanauer Kinder äußern ihre Wünsche
Die Rechte von Kindern und Jugendlichen wurden 1989 in der UN-Kinderrechtskonvention von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet und sind inzwischen von den meisten Staaten der Erde ratifiziert worden. Zu diesen Rechten zählt auch das Recht auf Beteiligung. Als Kinderfreundliche Kommune ist es Hanau wichtig dieses Recht aktiv umzusetzen.
Bei Neugestaltungen von Frei- und Spielflächen in Hanau möchte die Stadt daher die Wünsche und Anregungen der Kinder mit in ihre Planung einfließen lassen. Unter der Leitung von Andrea Pillmann, Stabsstelle Prävention, wurde das Kinder- und Jugendbüro aktiv.
Erste Befragungen von Eltern durch das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Hanau in Kooperation mit dem Stadtteilladen Südlicht, der evangelischen Kita Marienkirche und der Familientagesbetreuung ergaben, das sich Eltern für ihre Kinder in der Stadtmitte mehr Spielgelegenheiten wünschen. Auch Möglichkeiten zum Klettern und Platz zum Radfahren lernen wurden genannt, berichtet Carolin Kornberger vom Kinder- und Jugendbüro. „Am wichtigsten sind jedoch die Aussagen der Kinder. Denn sie wissen am besten, was sie gut finden und was sie sich noch wünschen“, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der die Beteiligung von Kindern sehr begrüßt.
Kornberger führte daher in Kooperation mit Undine Möbus, Leiterin des Nachbarschaftshauses Lamboypark, eine Befragung von Kindern im Lamboypark durch. Auch die Hortkinder der evangelischen Kita Marienkirchgasse und der katholischen Kita Heilig Geist wurden von der Koordinatorin des Jugendbüros befragt. „Die Ergebnisse der Befragungen werden dann, zusammen mit denen anderer Befragungen, mit in die zuständigen Konzeptgruppen genommen und an Entscheidungsträger herangetragen“, erläutert Kornberger.
Befragt wurden Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren zum Thema Freizeit, Lieblingsaktivitäten und Spielplätze. Auch wurden sie gefragt, was ihrer Meinung nach in Hanau noch fehlt oder verändert werden sollte.
„Die Kinder aus dem Stadtgebiet gehen sehr gerne in den Lamboypark, da er die Möglichkeit zum Rennen, Klettern, Rutschen und Fußball spielen bietet“, berichtet Kornberger. Wichtig sei den Kindern, dass der Park so nah bei ihren Wohnungen liege, da sie ihn selbst erreichen und sich mit Freunden treffen könnten.
„Das Trampolin vor der Hessen Homburg Schule und die Wasserachse im Stadtteilpark Francois-Gärten stoßen bei den Kindern auf große Begeisterung“, sagt Kornberger. Des Weiteren wünschten sich die Kinder einen Platz zum Zelten und Grillen, wo man auch mal Geburtstag feiern kann, wenn man zu Hause keinen Garten hat, erzählt Kornberger. „Viele der kleineren Kinder malen gerne mit Straßenkreide und hätten gerne einen Platz auf dem das gut möglich ist“, berichtet sie.
Kritische Anmerkungen gab es von den Kindern zur Ampel an der Ecke Friedrich-Engels-Straße und Lamboystraße. „Die Ampel an der Kreuzung vor dem Kindergarten ist nicht lange genug grün. Sie wird schon rot wenn ich noch auf der Straße stehe, obwohl ich mich beeile“, merkte eines der Kinder an und sein Freund fügte hinzu: „Manche Autofahrer fahren bei rot über die Ampel! Da kann ich tot gefahren werden. Da müsste ein Blitzer hin.“
Auch die Nutzung der Spielplätze am späteren Abend durch Jugendliche sehen die Kinder kritisch: „Jugendliche treffen sich wenn es dunkel wird hier im Park am Häuschen und rauchen, dass finde ich nicht gut. Die brauchen einen eigenen Platz“, merkte ein Mädchen an.
Die Kinder hoffen nun, dass einige ihrer Anregungen umgesetzt werden können. Kornberger hat den Kindern zugesichert, alle Aussagen an die zuständigen Fachbereiche weiterzuleiten und sich dafür einzusetzen.
Klaus Jäger, Abteilungsleiter der Straßenverkehrsbehörde, hat bereits einen Termin mit den Hortkindern der katholischen Kita Heilig Geist vereinbart, an dem die Kinder ihr Anliegen vortragen können, so dass man gemeinsam nach Lösungen suchen kann. Das Kinder- und Jugendbüro wird diesen Prozess auch weiterhin begleiten.
Natürlich sind auch alle anderen Kinder in Hanau weiterhin aufgefordert, sich zu melden, wenn sie ein Anliegen oder konkrete Wünsche haben. Das Kinder-und Jugendbüro ist Mittwochs von 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr besetzt, außerdem gibt es Termine nach Absprache unter der Telefonnummer 06181-295 8038 oder per Email an: kinderjugendbuero@hanau.de
Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664
Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:
Kinderwünsche 1
Kinder der Kita Marienkirche halten ihre Wünsche auf Papier fest.
Kinderwünsche 2
Kinder der Kita Marienkirche halten ihre Wünsche auf Papier fest.
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