Über die Reaktorunfälle von Tschernobyl und Fukushima
– Aktuelle Tafelausstellung im Stadtladen
Die Atomkatastrophen von Fukushima (2011) und Tschernobyl (1986) sind fünf beziehungsweise 30 Jahre her. Vorbei jedoch sind sie noch lange nicht. Das zeigt auf eindrückliche Weise eine 15-teilige Tafelausstellung des eingetragenen Vereins „ausgestrahlt“, die noch bis 30. Mai im Hanauer Stadtladen während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen ist. In eindrücklichen Bildern, Grafiken und knappen Texten erzählt die Präsentation von den Hunderttausenden AufräumarbeiterInnen, deren Leben und Gesundheit Tschernobyl ruiniert hat, ebenso wie von den kranken und heimatlosen Kindern aus Fukushima. Sie zeigt, wie 1986 der radioaktive Fallout über ganz Europa niederging (und bis heute strahlt) und wie Japan heute vergeblich versucht, den durch den Super-GAU von Fukushima kontaminierten Boden flächendeckend abzutragen. Sie öffnet die Augen dafür, dass viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt gesundheitliche Folgen der Atomkatastrophen zu tragen haben. Und sie spannt den Bogen bis zu den Atomkraftwerken, die hierzulande noch immer laufen. „Auch hier ist eine Katastrophe jederzeit möglich. Wer weiter auf Atomkraft setzt, muss Fukushima und Tschernobyl vergessen und das Atomrisiko verdrängen“, so die Ärztin und Initiatorin der Ausstellung in Hanau Stephanie Zichner bei einer Besichtigung mit Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Elmar Diez. Diez, Anti-Atomkraft-Aktivist der ersten Stunde, hatte vor kurzem den renommierten Eduard Bernhard-Preis des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) erhalten. OB Kaminsky gratulierte Diez auf das Herzlichste zu der Auszeichnung.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664
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Tafelausstellung "ausgestrahlt"
OB Claus Kaminsky mit Elmar Diez und Initiatorin der Ausstellung, Stephanie Zichner
Tafelausstellung "ausgestrahlt" 2
OB Claus Kaminsky mit Elmar Diez und Initiatorin der Ausstellung, Stephanie Zichner
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