In der Vortragsreihe „Im Stadtarchiv gefunden...“ hält die Magdeburger Germanistin Dr. Juliane Pomraenke am kommenden Dienstag, den 6. September, einen Vortrag über Magdeburger Familiennamen. Die Referentin geht vor allem auf Namen des 17. und 18. Jahrhunderts, wie Schröder, la Croix oder Gottschalckin, ein.
Magdeburgs Wirtschaft war seit dem Mittelalter wesentlich durch das Handwerk bestimmt. Die Akten und Bücher der Zünfte und Innungen aus dieser und der Folgezeit sind interessante und wichtige Quellen für regionalsprachliche Analysen zu Magdeburger Familiennamen.
So bieten unter anderem das Meisterbuch der Strumpfwirker sowie Bücher der Brauer- und Bäckerinnung, der Seidenkammerinnung und der Kaufleutebrüderschaft viele Informationen zu verschiedenen Familiennamen der Stadt. Aus den dazu bereits vorhandenen zahlreichen Einzelanalysen können allgemeine Aussagen über ihre Herkunft, Entwicklung und Variation getroffen werden.
Der Vortrag betrachtet, wie Magdeburger Familiennamen des 17. und 18. Jahrhunderts strukturiert waren, ihre regionale Prägung und inwieweit sich französische Familiennamen an das deutsche Namensystem angepasst haben.
Die Veranstaltung findet um 19.00 Uhr im Franckesaal des Alten Rathauses statt. Der Eintritt ist frei. Interessierte Magdeburgerinnen und Magdeburger sind dazu herzlich eingeladen.