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Hanau, 08. September 2016
70 Jahre „miteinander – füreinander – voneinander“
- Große Jubiläumsfeier der Volkshochschule Hanau

Unter dem Motto „miteinander – füreinander – voneinander“ feiert die Volkshochschule Hanau in diesem Jahr ihr 70jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubliäums laden Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Bildungsdezernent Stadtrat Axel Weiss-Thiel und VHS-Leiterin Elke Hohmann alle Freunde der Volkshochschule Hanau und interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich ein zum Fest am 17. September 2016 im Gebäude der Volkshochschule am Ulanenplatz 4. Neben vielen musikalischen und künstlerischen Darbietungen sowie einer ganzen Reihe von kostenlosen Schnupperkursen und kleinen Workshops zum Mitmachen wird in einer Ausstellung auch die interessante, wechselhafte und erfolgreiche Geschichte der letzten 70 Jahre Volkshochschule präsentiert.

Im Rahmen von „Hanau liest ein Buch“ wird der VHS-Förderverein aus dem Buch „Ohrfeige“ vorlesen. Unter dem Slogan „Gestalten für Kids“ gibt es spannende Kreativangebote für Kinder von der Jugendkunstschule und auch das Spielmobil mit Kinderschminken und Bewegungsbaustelle steht bereit. In der Aula der Tümpelgartenschule (Dependance, Ulanenplatz 3) findet ein Bühnenprogramm mit vielen musikalischen und künstlerischen Darbietungen aus den VHS-Kursen statt. Auch für das leibliche Wohl der Festgäste ist bestens gesorgt.

Die Festansprache durch Stadtrat Axel Weiss-Thiel beginnt um 17 Uhr in der Aula der Tümpelgartenschule. Gastredner sind Dr. Christiane Ehses vom Hessischen Volkshochschulverband und Dr. Klaus Heuer vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung. Der Festakt wird mit Klavierstücken von Philippe Solari begleitet.

Parkmöglichkeiten stehen auf dem Hessen-Homburg-Platz zur Verfügung (3 Gehminuten entfernt). Ebenso kann der Parkplatz am Brockenhaus an der Chemnitzer Straße von den Gästen des VHS-Festes genutzt werden.

 

Hintergrund:

1946 wurden viele Weichen für den Neuanfang gestellt, so auch für die Volkshochschule Hanau. Am 6. September 1946 lagen weite Teile der Stadt Hanau noch in Trümmern, die Bevölkerungszahl betrug kaum mehr als 20.000 Einwohner, knapp drei Monate zuvor hatten die ersten freien Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung seit 1933 stattgefunden; an diesem Tag begann mit der überfüllten Semester-Eröffnungsfeier im unzerstört gebliebenen Schloss Philippsruhe die neue Ära der Hanauer Volkshochschule nach Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg.

„Das Allgemeinwissen zu pflegen, die geistigen Probleme der Gegenwart zu erörtern und in guten Musikveranstaltungen und Dichterabenden dem arbeitenden Menschen das Erbe unserer großen Meister näher zu bringen“, lautete das Motto des „Vereins für Volksbildung und Demokratie e.V.“, welcher der erste Träger der Hanauer Volkshochschule nach der Stunde Null war.

Der Begriff „Volksbildung“ mag heute etwas altertümlich klingen, die dahinter stehende Idee hat jedoch nicht an Aktualität und Berechtigung verloren.

Die Volkshochschule ist damals wie heute ein Ort des freien Meinungsaustauschs, offen für alle ohne Ansehen der Herkunft und des sozialen Status.

Mit Fug und Recht und nicht ganz ohne Stolz kann sie für sich verbuchen, seit ihrer Wiedergründung 1946 unbestritten die Spitzenposition in der Hanauer Erwachsenenbildung behauptet zu haben. Aus ca. drei Dutzend angebotenen Vorträgen und Kursen im Herbst 1947 wurden über 1.000 Kurse und Einzelveranstaltungen mit mehr als 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Jahr 2015.

Waren es 1946 noch in erster Linie die „arbeitenden Menschen“, deren Allgemeinbildung am Abend vertieft und erweitert werden sollte, so betreibt die VHS heute eine professionelle Zielgruppenarbeit, die Themen reichen von Berufsqualifizierung und der Möglichkeit, Schulabschlüsse nachzuholen, über kulturelle Bildung, Gesundheitsprävention und Angeboten in 20 Fremdsprachen bis hin zu Integrationskursen für ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Infolge der Zuwanderungswelle von Flüchtlingen Ende 2015 hat die VHS Hanau ihre Kompetenz im Bereich der Bildungsintegration eingebracht und ein umfassendes System zur Sprachförderung in Sportsfield und im Stadtgebiet aufgebaut.

Sie ist eine in alle Bildungsbereiche hinein gut vernetzte Institution und hat mit dem HESSENCAMPUS eine wichtige Plattform für die Weiterbildungsberatung und die Abstimmung aller in Hanau tätigen Akteurinnen und Akteuren aufgebaut.

Ein Besonderheit der VHS Hanau ist ihr Angebot für die Kinder und Jugendlichen: mit der jungen vhs und dem Jugendkunstschule stehen Bildungs- und Förderangebote schon für Kinder zwischen 6 bis 17 Jahren zur Verfügung.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

VHS Programmheft Herbst 2016



VHS-Gebäude am Ulanenplatz seit 1999
Ehemaliges Kasernengebäude am Ulanenplatz 4


VHS-Gebäude in der Philippsruher Allee seit 1979
Alte Villa in der Philippsruher Allee 22


VHS-Gebäude am Schloßplatz ab 1953
Im Kanzleigebäude am Schloßplatz 2 war die VHS von 1953 - 73 untergebracht. Danach im Hans-Sachs-Haus links daneben (1973-79).


VHS-Programmheft von 1947
So sieht das älteste erhaltene Programm der VHS-Hanau aus


VHS-Töpferkeller in den 80er Jahren




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