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Hanau, 22. September 2016
In Nordwest steckt die Stadt Hanau viel Geld in die Modernisierung von Schulen

Wie stark die Stadt Hanau derzeit auch im Stadtteil Nordwest investiert, konnten die Teilnehmenden des jüngsten Stadtteiltreffens schon vor der Hohen Landesschule als Tagungsort sehen: Im Rahmen des entstehenden Hola-Campus haben die Bauarbeiten für den Kunst-, Werk- und Theaterhof begonnen. Oberbürgermeister Claus Kaminsky nannte weitere abgeschlossene oder bevorstehende Baustellen in Erich-Kästner-, Eugen-Kaiser- und Kaufmännischer Schule. Stadtrat Andreas Kowol hob das Bemühen hervor,  die Wilhelmsbader Parkanlage für die ohne Auto anreisenden Besuchenden komfortabler zu machen.

Die stellvertretende Hola-Schulleiterin Tina Ruf begrüßte Magistrat, Ortsbeirat und Rathaus-Fachleute aus  verschiedenen Bereichen. Sie sagte, dass derzeit 1350 junge Menschen das städtische Gymnasium am Alten Rückinger Weg besuchen und 118 Lehrkräfte dort unterrichten. Sie erklärte, dass ein Multifunktions-Sportfeld als erster Bestandteil des neuen Hola-Campus vor einem Jahr eingeweiht wurde. Nun sei der Bau eines Netzwerk-Erlebnispfads mit Kunst-, Werk- und Theaterhof begonnen worden. Sie zeigte zudem Fotos vom Tausch der Fenster in den vorigen Sommerferien.

OB Kaminsky berichtete, dass der städtische Eigenbetrieb Hanau Immobilien und Baumanagement (IBM) in weiteren  Schulen des Stadtteils  Nordwest saniere und modernisiere. In der Kaufmännischen Schule mit 2600 jungen Menschen sei ein Teil der Toiletten in einen besseren Zustand versetzt, die restlichen seien in den nächsten Wochen an der Reihe. Für 2018 kündigte er den Bau einer neuen Mensa an, das Modernisieren der Fenster und das Sanieren der Sporthallendecke in den Güntherteichen. Decken mitsamt der Beleuchtung wurden auch in einem Teilbereich der benachbarten Eigen-Kaiser-Schule mit derzeit mehr als 1800 Unterrichteten erneuert. Darüber hinaus wurden Brandschutz-Schotts ausgetauscht, im Herbst folgen Innentüren. Die Erich-Kästner-Schule mit derzeit 360 Kindern erhielt in zwei Klassenräumen neue Fußböden, Wände, Decken und Beleuchtung; Schritt für Schritt nimmt sich IBM weitere Zimmer vor.

Der Oberbürgermeister berichtete weiter, dass im Baugebiet „Venussee“ 18 von 25 Grundstücken für Passivhäuser verkauft, fünf verbindlich reserviert und zwei noch zu vergeben seien. Im Mehrfamilienhaus seien acht von neun veräußert. Er wiederholte sein Versprechen an die angestammten Anlieger, dass die Stadt die angelegte Baustraße erst nach Abschluss aller Wohnhäuser rückbilde, um Baustellenverkehr im Viertel zu mindern. Allerdings seien Belastungen durch das geplante Errichten eines Bolz- und eines Spielplatzes nicht auszuschließen.

Kaminsky informierte, dass der Grundwasserabstrom der ehemaligen Dekalin-Altlast weiter untersucht werde. Das Konzentrationsniveau mit Leichtflüchtigen Chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) habe sich nur etwas verringert. Eine weitere Grundwasseruntersuchung erfolge noch 2016, abschließend erfolge eine abschließende Gefährdungsabschätzung.

Der Oberbürgermeister brachte auch die erfreuliche Nachricht mit, dass das Mehrgenerationenhaus Fallbach für eine mögliche Bundesförderung ausgewählt sei. Mit erfolgreichem Antrag seien für die Jahre 2017 bis 2020 weiterhin 30.000 Euro Fördergeld zu erwarten.

Stadtrat Kowol berichtete vom Bemühen der Stadt, dass die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen für Radelnde mehr Anlehnbügel für ihre Velos anlegen, das sei mit dem Denkmalschutz dort sicherlich vereinbar.  Zudem verhandele der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) mit Hessen Mobil, um an der Landesstraße in Höhe des Bismarckturms eine Haltestelle für Reisebusse neben der bestehenden für Linienbusse anzulegen.

Kowol griff darüber hinaus Bürgerklagen über Stechmücken auf, die insbesondere aus dem Stadtteil  Nordwest kämen. Freilich habe HIS keine Brutstätten im öffentlichen Raum ausmachen können, nachdem Wasserflächen abgetrocknet waren. Daher sei es für HIS wichtig zu wissen, ob es zu  bekämpfende Mückenquellen gebe, die der Eigenbetrieb im privaten Raum selbst nicht kontrollieren könne. Das könne schon eine gefüllte Regentonne in einem Garten sein.

Der Stadtteil Nordwest verzeichnete 2015 weiteren Bevölkerungszuwachs; im November lebten dort 11.390 Menschen. Oberbürgermeister Kaminsky nahm die Zahl zum Anlass dafür zu werben, dass sich Einwohner mit Zweitwohnsitz anmelden sollten, um von 2017 an der Zweitwohnungssteuer zu entgehen. Das nutze der Stadt auf dem Weg zur Großstadt mit 100.000 Einwohnern, erbringe einen höheren Anteil an Einkommensteuer und Schlüsselzuweisungen.          

       



Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266


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