Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 29. September 2016

„Liebesschlösser“ an der Sternbrücke müssen entfernt werden

Schlösser gefährden den Korrosionsschutz und Fußgänger am Bauwerk

Das Tiefbauamt der Landeshauptstadt entfernt im Oktober die sogenannten Liebesschlösser an der Sternbrücke. Die Schlösser und Ketten gefährden den Korrosionsschutz, beschädigen somit das Brückengeländer und stellen eine Unfallquelle für Fußgänger dar.

 

Im Rahmen der letzten Bauwerkskontrollen wurden zunehmende Schäden am Korrosionsschutz an Magdeburger Brückengeländern festgestellt. Ursache sind dort angebrachte „Liebesschlösser“. Darüber hinaus sind einige Schlösser als Bündel so angebracht, dass der Zustand als verkehrsgefährdend für Fußgänger eingeschätzt wird. Schlösser und Ketten, die in Zukunft an der Sternbrücke befestigt werden, werden ohne Vorankündigung entfernt.

 

Beim Anbringen von Schlössern an Brücken als ein Symbol der Liebe handelt es sich hierzulande um einen wenig traditionellen und sehr jungen Brauch. Angesichts dessen ist es schwer abzuschätzen, wie sich dieser Trend entwickelt. Der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg wurde vom Stadtrat beauftragt, andere Anbringungsmöglichkeiten vorzuschlagen. Da die Langlebigkeit der kulturellen Praxis der Liebesschlösser der Stadtverwaltung ungewiss erscheint, sieht sie keinen Bedarf, alternative, oft kostspielige Anbringungsmöglichkeiten für „Liebesschlösser“ zu suchen. Selbst die Stadt Paris – bekannt als Stadt der Liebe – entfernt mittlerweile diese Schlösser.




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