Erfolgreiche Gewerbeentwicklung im Mittelpunkt
- OB Kaminsky nimmt an Podiumsdiskussion auf der Expo Real in München teil
Auch in diesem Jahr präsentierte sich die Stadt Hanau auch wieder auf der internationalen Immobilienmesse Expo Real in München. Vom 4. bis 6. Oktober berieten hier Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaftsförderung und des Fachbereichs Stadtentwicklung am Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Region Frankfurt RheinMain e. V. die Investoren und Firmen, die an einer Ansiedlung in Hanau interessiert sind. Im Mittelpunkt standen die weitere Entwicklung innerstädtischer Flächen, die Vermarktung der verbleibenden - ehemals militärisch genutzten – Konversionsliegenschaften und der Handel in der Brüder-Grimm-Stadt.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der vor Ort war, um Gespräche zu führen und die Stadt Hanau zu repräsentieren, nahm er an einer Podiumsdiskussion des Regionalverbands Frankfurt RheinMain teil, die sich um das Thema „Gewerbeentwicklung im Bestand - Faktoren des Erfolgs und des Scheiterns“ drehte. Gemeinsam mit ihm diskutierten Prof. Dr. Armin Bohnhoff, Studiendekan für Logistik & Handel an der Hochschule Fresenius Idstein, Prof. Dr. Elmar Schütz vom Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin und Dipl. Ing. Anja Batke aus dem Bereich Kommunale Projekte des Regionalverbands FrankfurtRheinMain.
Im Rahmen der Diskussion berichtete Kaminsky – den Moderatorin Alexandra May als „Oberbürgermeister des ‚Boomtown‘ Hanau vorstellte - dem interessierten Fachpublikum über die Herausforderungen des Stadtumbaus sowie dessen Auswirkungen auf die Innenstadtbevölkerung und den Handel während der Umbauphase. Auch die Umstrukturierung des Produktionsstandortes von Heraeus standen im Mittelpunkt von Kaminskys Ausführungen: „Es ist sehr wichtig, in einem kontinuierlichen, engen Dialog mit den Unternehmen am Standort zu sein, um frühzeitig Konfliktpotentiale zu erkennen und proaktiv angehen zu können“, erläuterte er den Weg der Stadt Hanau. Im Falle von Heraeus hätte die Nähe des Unternehmens zur Innenstadt, zur Wohnbebauung und zum Klinikum diese intensiven gemeinsamen Gespräche unbedingt gefordert. „Als Resultat wird das Unternehmen beispielsweise lärmintensive Nutzungen wie Logistik und Produktion in den hinteren Bereich verlegen und das Innovationszentrum im vorderen Bereich errichten“, erläuterte der OB. „Kommunikation und Moderation des Kommunikationsprozesses sind wesentliche Erfolgsfaktoren - dadurch wird bei allen Akteuren das notwendige Vertrauen geschaffen“, betonte Kaminsky.
Es sei zudem sinnvoll, das direkte Umfeld in eine Revitalisierungsstrategie einzubeziehen stellte der OB fest. Das gelte sowohl für den Innenstadtumbau als auch für die Neustrukturierung von Heraeus: „In beiden Prozessen wurde auf unterschiedlichen Ebenen kommuniziert – die unmittelbare Nachbarschaft von Heraeus und die Händler in der Innenstadt beispielswiese wurden mittels direkter und persönlicher Ansprache und Betreuung während der Umbauphase auf dem Laufenden gehalten und ihre Sorgen und Anregungen aufgenommen und – nach Möglichkeit – in den Prozess einfließen lassen.“
Hanau sei derzeit aufgrund der Konversionsentwicklung auf den ehemaligen US-Militärgeländen in der glücklichen Situation derzeit noch freie Flächen zur Gewerbeentwicklung zur Verfügung zu haben. „Dies ist jedoch eine Ausnahmesituation, die sich in ein paar Jahren ändern wird – Innenentwicklung wird dann auch für uns noch mehr an Bedeutung gewinnen, so wie es für andere Klein- und Mittelstädte bereits heute eine große Bedeutung hat“, betonte der OB. Daher dürfte die Bestandsentwicklung und Attraktivierung bereits bestehender älterer Liegenschaften nicht aus den Augen verloren werden, um die Erfordernis von Flächenneuausweisungen zu minimieren und die Standortzufriedenheit der ansässigen Unternehmen zu erhöhen, schloss Kaminsky.
Auf die Frage der Moderatorin, wie die Stadt Hanau 2030 dastehen werde, antwortete der OB: “Hanau steht 2030 besser da als heute und steht heute besser da als vor 10 Jahren - das hat mit unseren Anstrengungen zu tun aber auch damit, dass wir teil der Metropolregion FrankfurtRheinMain sind.“
Die Expo Real, 19. Internationale Fachmesse für Immobilien und Investitionen, findet vom 4. bis 6. Oktober 2016 in München statt. An drei Tagen trifft sich auf der Geschäftsplattform die gesamte Branche an einem Ort. Auf 64.000 Quadratmetern präsentieren 1.707 Aussteller ihr Angebot rund um Immobilien und Investitionen 37.857 Teilnehmern aus 74 Ländern. Die Veranstaltung ist die Messe für Networking bei branchen- und länderübergreifenden Projekten, Investitionen und Finanzierungen. Sie bildet das gesamte Spektrum der Immobilienwirtschaft ab und bietet eine internationale Networking-Plattform.
Zu den Teilnehmern zählen Projektentwickler und Projektmanager, Investoren und Finanzierer, Berater und Vermittler, Architekten und Planer, Corporate Real Estate Manager und Expansionsleiter sowie Wirtschaftsregionen und Städte. Das umfangreiche Konferenzprogramm mit rund 400 Referenten bietet einen fundierten Überblick über aktuelle Trends und Innovationen des Immobilien-, Investitions- und Finanzierungsmarktes.
Die Wirtschaftsförderung Region Frankfurt RheinMain e. V. ist seit 2004 mit einem Gemeinschaftsstand auf der EXPO REAL vertreten. 2014 wurde der Auftritt erstmalig von der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region organisiert. Gemeinsam mit den Partnern der Metropolregion, darunter Bad Homburg, Hanau, Darmstadt, Frankfurt am Main, Mainz und Wiesbaden, präsentiert sich die „Metropolregion FrankfurtRheinMain“ erneut mit einem stimmigen Gesamtkonzept, das auch in Zukunft noch weiterentwickelt werden soll.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664
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Podiumsdiskussuion Expo Real 2016
Interessiert lauschten die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion den Ausführungen von OB Claus Kaminsky.
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