Mehr als 100 Teilnehmer zählte die Auftaktveranstaltung zum Magdeburger „Masterplan 100% Klimaschutz“. Viele Gäste unterbreiteten dabei interessante Ideen und Vorschläge zum Klimaschutz innerhalb Magdeburgs. Dazu gehört unter anderem die Umstellung beim Mobilitätsverhalten und den Lebensgewohnheiten.
Der „Masterplan 100% Klimaschutz“ soll den Weg aufzeigen, wie Magdeburg das Ziel erreicht, bis 2050 die Emissionen von Treibhausgasen um 95 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu senken. Dies ist nur umsetzbar, wenn eine Vielzahl verschiedener Akteure – von der Wissenschaft über die Wirtschaft, kommunale Einrichtungen, Umweltverbände bis hin zu Bürgerinnen und Bürgern – in den unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeitet und aktiv wird.
Bei der öffentlichen Auftaktveranstaltung am 3. November, die Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper eröffnete, stellte der Beigeordnete für Umwelt, Personal und allgemeine Verwaltung, Holger Platz, die Ziele und ersten Ansätze der Landeshauptstadt im Masterplanprozess vor. Außerdem erläuterte eine Vertreterin der Stadt Göttingen deren Masterplanaktivitäten. Danach war die aktive Mitwirkung der Teilnehmer gefragt. Thematische Fragestellung war dabei unter anderem die klimaverträgliche Gestaltung des Mobilitätsverhaltens.
Die Teilnehmer kamen aus unterschiedlichen Bereichen, zum Beispiel der Wohnungswirtschaft und Wissenschaft sowie von Energieversorgern, Umweltorganisationen, Ministerien, Stadtverwaltungen und der Landesenergieagentur. Auch viele Privatpersonen waren bei der Auftaktveranstaltung dabei. Die von den Gästen vorgeschlagenen Ideen zum Klimaschutz sollen in Facharbeitsgruppen besprochen und diskutiert werden. Diese werden spätestens Anfang Dezember erstmals tagen. Teilnehmer der Auftaktveranstaltung nutzten bereits die Möglichkeit, sich für die Mitwirkung anzumelden.
Damit der „Masterplan 100% Klimaschutz“ ein Projekt von Magdeburgerinnen und Magdeburgern für Magdeburg wird, ist auch die Mitwirkung vieler engagierter Bürger gefragt. Gemeinsam soll so bis zum Sommer 2017 ein Paket von Maßnahmen für die Landeshauptstadt Magdeburg entwickelt und anschließend schrittweise umgesetzt werden.
Für weitere Informationen steht die Magdeburger Masterplanmanagerin Laura Schädlich zur Verfügung (E-Mail: laura.schaedlich@ua.magdeburg.de, Tel. 03 91/5 40 25 44, Fax 5 40 26 98).
Hintergrund
Die Bundesregierung hat sich anspruchsvolle klima- und energiepolitische Ziele gesetzt. Die Treibhausgasemissionen sollen bis zum Jahr 2020 um mindestens 40 Prozent und bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 gemindert werden. Kommunen und Landkreise nehmen bei der Zielerreichung im Klimaschutz eine wichtige Rolle ein. Dieser Herausforderung stellt sich auch die Landeshauptstadt Magdeburg. Als Mitgliedsstadt des Klimabündnisses der europäischen Städte mit den indigenen Völkern der Regenwälder e.V. konnte Magdeburg bis zum Jahr 2012 die Emissionen bereits auf ca. 1,4 Mio. Tonnen CO2 gegenüber rund 4. Mio. Tonnen CO2 im Basisjahr 1990 verringern. Dies kann natürlich nur ein Teilschritt bei der Erreichung ambitionierter Minderungsziele sein.
Bereits 2010 begann die Landeshauptstadt Magdeburg mit der Einführung eines kommunalen Energie- und Klimaschutzmanagements und verabschiedete Anfang 2013 ein Energie- und Klimaschutzprogramm, welches sich im Wesentlichen jedoch auf Maßnahmen im Verantwortungsbereich der eigenen Verwaltung konzentrierte.