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Hanau, 16. November 2016
Das Schweigen brechen
Filmvorführung und Telefonaktion zum „Tag gegen Gewalt an Frauen“

Weltweit setzen Frauen alljährlich am 25. November ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Auch in Hanau greifen der „Facharbeitskreis gegen Gewalt an Frauen“ und das Frauenbüro der Stadt Hanau den „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen" auf, um an diesem Aktionstag mit eigenen Veranstaltungen auf das Problem aufmerksam zu machen. 

Am Freitag, 25. November, wird im Kinopolis Hanau der Film „Die Festung“ gezeigt. Der Streifen thematisiert häusliche Gewalt aus Sicht eines Teenagers und will Betroffenen Mut machen, sich Hilfe und Unterstützung zu suchen. Der Vorführung beginnt um 10.30 Uhr ist. Das Angebot richtet sich vor allem an Schulklassen ab Klasse 9. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an den Film stehen Ansprechpartnerinnen aus der Beratungsstelle „Frauen helfen Frauen“, Pro Familia, Hanauer Hilfe, Weißer Ring, Frauenbüro, Stabsstelle Prävention, Sicherheit und Sauberkeit sowie von der Regionalen Geschäftsstelle „Netzwerk gegen Gewalt“ vor Ort zur Verfügung. 

Eine Telefon-Aktion mit Expertinnen am Mittwoch, 30. November, will betroffenen Frauen die Möglichkeit geben, ihr Schweigen zu brechen und konkrete Fragen zu Hilfestellungen oder Unterstützungsangeboten zu stellen. Von 10 bis 12 Uhr und von 17 bis 18 Uhr ist im Hanauer Rathaus eine Leitung mit fünf Expertinnen aus den Reihen der Hanauer Beratungsstellen und der Polizei sowie mit einer Rechtsanwältin besetzt. 

Jede dritte bis vierte Frau in Deutschland zwischen 16 und 85 Jahren in  hat  einmal in ihrem Leben Gewalt erfahren. Meist findet diese in Partnerschaften und in der Familie statt, quer durch alle Schichten und Kulturen. „Mittlerweile trauen sich immer mehr Frauen, der Gewaltspirale in Beziehungen zu entfliehen und Hilfe zu suchen“, erklärt Hanaus Frauenbeauftragte Monika Kühn-Bousonville und verspricht, dass die fünf Fachfrauen am Telefon garantieren, dass die Anonymität der Anruferinnen gewahrt bleibt. „Namen müssen nicht genannt zu werden. Ich hoffe deshalb, dass viele Frauen ihre Scheu überwinden, zum Hörer greifen und die Nummern 06181/295 621 wählen,“ so Kühn-Bousonville. 

Die fünf Fachfrauen engagieren sich im Arbeitskreis „Gegen Gewalt an Frauen“, der sich aus Vertreterinnen Hanauer Beratungsstellen, Polizei, Justiz, Gesundheitsamt, Staatsanwaltschaft und Ordnungsamt zusammensetzt und 2005 ins Leben gerufen wurde. Seit 2013 gibt es für die Stadt Hanau und den Main-Kinzig-Kreis einen „Wegweiser für Eilanträge bei Häuslicher Gewalt und Stalking“ im Sinne des Gewaltschutzgesetzes, den der Arbeitskreis mit herausgegeben hat.

Der 25. November war von Frauenrechtlerinnen in Lateinamerika und der Karibik 1981 erstmals als Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen ausgerufen worden. Das Datum geht zurück auf die Ermordung drei aus der Dominikanischen Republik stammenden Widerstandskämpferinnen am 25. November 1960, durch das Trujillo-Regime. 1999 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen, den 25. November zum „Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“ zu erklären. Weltweit finden seither an diesem Tag Aktionen statt, die auf das Thema aufmerksam machen.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929


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