Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Klaus-Dieter Krumrey von der Synagogengemeinde Magdeburg werden am Freitag, den 27. Januar 2017, um 11.00 Uhr anlässlich des bundesweiten Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Gemeinsam mit Vertretern der politischen Parteien, der Jüdischen Gemeinde sowie der Evangelischen und Katholischen Kirche legen sie am Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des KZ-Außenlagers „Magda“ in Magdeburg-Rothensee Kränze nieder.
„Der erste Monat des Jahres ist in Magdeburg der Monat, in dem wir ganz besonders auf unsere Vergangenheit – die Zerstörung unserer schönen Stadt vor 72 Jahren und die vielen unnötigen Opfer wie denen aus den Außenstellen von Konzentrationslagern und Zwangsarbeit – zurückschauen“, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Dieser Monat erinnert uns daran, dass wir dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte niemals vergessen dürfen. Die Erinnerung muss stets wachgehalten werden, damit Verfolgung, Zerstörung und unwiederbringliche Verluste nicht auch auf unserem zukünftigen Weg liegen werden.“
Die Kranzniederlegung findet am Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des KZ-Außenlagers „Magda“ in der Rothenseer Havelstraße/ Ecke Heinrichsberger Straße statt. Das von dem Metallplastiker Peter Hinz und dem Schriftsteller Jürgen Rennert geschaffene Mahnmal war am 26. Januar 2001 enthüllt worden. Es erinnert an das KZ-Außenlager „Magda", das sich 1944/45 in unmittelbarer Nachbarschaft befand.
Ab Juni 1944 waren 2.170 zumeist ungarische Juden des Konzentrationslagers Buchenwald in das KZ-Außenlager „Magda“ in Magdeburg-Rothensee überführt und zur Schwerstarbeit für die Braunkohle-Benzin AG (BRABAG) gezwungen worden. Bis zur Auflösung des Lagers im Februar 1945 kamen 550 Häftlinge ums Leben.
Magdeburgerinnen und Magdeburger sowie Freunde der Stadt sind herzlich eingeladen, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen und die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten.