Hüpfpunkte und Kippbänke laden bald Kinder zum Spielen in Hanaus Innenstadt ein
Kinder werden künftig in Hanaus zentraler Innenstadt einige Spielgeräte finden, die stellvertretend eine engagierte Gruppe der Kita der evangelischen Marienkirchengemeinde der Stadt vorgeschlagen haben. Zusammen mit der stellvertretenden Kita-Leiterin Sigrid Hefele legten die vier Mädchen und Jungen auf einer Tour mit Oberbürgermeister Claus Kaminsky Ort und Art der Spielgeräte fest. Als Fachleute begleiteten sie Andrea Pillmann von der Rathaus-Stabsstelle Prävention, Carolin Kornberger vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt, Sibylle Jesgarz als stellvertretende Leiterin des Eigenbetriebs Immobilien- und Baumanagement (IBM) und Markus Henrich, Leiter des Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS). Die Kita-Gruppe hatte im März ein erstes Gespräch mit dem OB; dabei versprach Kaminsky sich Zeit für eine gemeinsame Inspektionstour zu nehmen.
Die begann quasi vor seinem Bürofenster im Rathaus-Innenhof. „Ich würde unglaubwürdig, wenn ich mich hier gegen Spielgeräte wehre, wenn ich sonst für Hanau als von Unicef ausgezeichnete kinderfreundliche Kommune werbe und andernorts in der Stadt Spielplatz-Toben gegen unzufriedene Nachbarn verteidige“, sagte er zu den Kita-Kindern. Mit ihnen kam er überein, dass zwischen den vorhandenen Bäumen sogenannte Hüpfknöpfe im Pflaster befestigt werden sollen. Die städtischen Eigenbetriebe IBM und HIS sorgen nun für das Umsetzen dieser Pläne.
Gleich um die Ecke in der Fußgängerzone Hammerstraße sind zwei Kippbänke als Spielgeräte vorgesehen. Standorte sind auf bisher freien Zwischenplätzen inmitten von Bäumen, Bänken und Radständern.
Am Forum Hanau meinten die Kinder, hier gebe es am Platanen-Platz doch unglaublich viel Platz für Spielgeräte. HIS-Leiter Henrich verdeutlichte ihnen jedoch, was aus städtischer Sicht alles zu beachten sei: Feuerwehrzu- und -durchfahrten, Privatgelände vor den Kammgebäuden und störende Wirkung für Anwohner, wenn dort beispielsweise das von den Mädchen und Jungen favorisierte Klangquadrat montiert werde. Die städtischen Vertreter wälzten an dieser Stelle mit den Mädchen und Jungen die Liste mit favorisierten Spielgeräten, über deren Kosten, Tauglichkeit und Beliebtheit sich die Kinder in anderen Städten erkundigt hatten. Schließlich wurde ein Kompromiss gefunden: ein Exemplar mit dem Namen „Vier gewinnt“, benannt nach dem gleichnamigen beliebten Strategiespiel.
Die Tour führte weiter zum Schlossgarten, dort gezielt zum vor allem von Senioren genutzten Fitnessparcours auf der Westseite des Parks. Hier soll ein Balancier-Baumstamm die vorhandenen Sportgeräte ergänzen.
An dieser Stelle verdeutlichten Kaminsky und Henrich den Kindern, dass ihr zusätzlicher Wunsch nach Fußballtoren nahe dem bereits vorhandenen Spielplatz auf der Nordseite des Parks nicht zu erfüllen sei. Das schade dem Rasen und den vielen alten Bäumen der einzigartigen Kulturdenkmals, meinte Henrich. Und Kaminsky gab zu bedenken: „Feste Fußballtore ziehen Ältere an, die euch dann die Chance zum Ballspielen nehmen. Jacken oder Taschen als Tormarkierungen tun es doch, zumal sie flexibel sind.“
Der OB versprach den Kindern abschließend: „Wenn all die mit euch besprochenen Spielgeräte aufgebaut sind, schauen wir uns das noch einmal gemeinsam an.“ Er dankte dem städtischen Kinder- und Jugendbüro, das sich stets für die Belange des Nachwuchses in Hanau einsetze; so auch im Fall der Spielgeräte für die Innenstadt.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266
Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:
Spielgeräte Innenstadt 1
Carolin Kornberger (links kniend) vom Kinder- und Jugendbüro und HIS-Betriebsleiter Markus Henrich (rechts) begeben sich auf die Ebene der Kinder, um deren Vorschläge zu besprechen.
Spielgeräte Innenstadt 2
OB Kaminsky versprach, auch im Rathaus-Innenhof zwei Spielgeräte zu platzieren.
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