Meldungsdatum: 19.02.2026

„Mit eigener Stimme. 75 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland“

- Ausstellung im Städtischen Museum Braunschweig

Das Städtische Museum Braunschweig zeigt vom 24. Februar bis 20. September im Haus am Löwenwall die Ausstellung „Mit eigener Stimme. 75 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland“. Diese deutschlandweit einzige Schau zum Thema, die in enger Kooperation mit dem Zentralrat der Juden entstand, verdeutlicht unter anderem, wie der Zentralrat als politischer Akteur in zentralen gesellschaftlichen Bereichen für die Formung und Verteidigung demokratischer Grundwerte eintrat und als Anwalt des Grundgesetzes handelte. Weit über die Wahrung jüdischer Interessen hinaus erweist sich das Gremium in diesem Sinne als ein Motor für die fortlaufende Demokratisierung und die Bewahrung der Demokratie in der Bundesrepublik. Kooperationspartner und Hauptförderer ist die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, Frankfurt am Main.

 

Mitreißende Performances bei Jewrovision, hochkarätige Kulturprogramme, dialogische Projekte wie Meet a Jew, Brückenschläge zwischen den Religionen, die Förderung des jüdischen Sportverbands Makkabi, jüdischer Bildungseinrichtungen und noch vieles mehr – der Zentralrat der Juden in Deutschland unterstützt und begleitet ein vielfältiges, vitales jüdisches Leben in Deutschland.

 

Die Schau hebt das Wirken einzelner Präsidenten und Führungspersönlichkeiten des Zentralrats hervor. Gleichzeitig veranschaulicht sie durch ein Ensemble von Themeninseln das Spektrum lebendiger Kultur und gesellschaftlichen Engagements, das durch den Zentralrat unterstützt wird. Die Aktionsfelder betreffen u. a. Kulturprogramme, Kampf gegen Antisemitismus, das Pressewesen und den Dialog zwischen den Religionen. Der Zentralrat fördert genauso auch eine junge Kultur, organisiert den Musik- und Tanzwettbewerb „Jewrovision“, bei dem junge Jüdinnen und Juden mitreißende Beiträge präsentieren.

 

Die historischen Themen der Schau reichen von juristischen und organisatorischen Fragen der Gründungszeit („Wiedergutmachung“) über die Erinnerungskultur nach der Schoa bis hin zu den Reaktionen auf antisemitische Inhalte der documenta fifteen.  Im Zentrum der Erzählstränge stehen Fragen nach jüdischer Identität und Selbstbehauptung und die Entstehung einer neuen jüdischen Kultur in Deutschland.

 

Ziel des Projekts ist es, die Verdienste des Zentralrats für die jüdische Gemeinschaft zu würdigen und zugleich seine Bedeutung für die demokratische Entwicklung der bundesrepublikanischen Gesellschaft herauszustellen.

 

Es erscheint ein umfangreicher Ausstellungskatalog.

 

Informationen zum Städtischen Museum

Öffnungszeiten: Di – So 11 – 17 Uhr,

Städtisches Museum Braunschweig,

Haus am Löwenwall,

Steintorwall 14,

38100 Braunschweig,

Telefon (0531) 470 4521,

E-Mail: staedtisches.museum@braunschweig.de,

www.braunschweig.de/museum

 

Eintritt: Erwachsene 5,00 €; Ermäßigung (für Schüler:innen, Studierende, Auszubildende, Menschen mit Behinderung, Rentner:innen sowie Inhaber:innen des „Braunschweig Passes“) 2,50 €; Kinder von 6 – 16 Jahre 2,00 €; Schulklassen und Kinder bis 6 Jahre freier Eintritt. Das Städtische Museum ist uneingeschränkt barrierefrei.

 

Das Städtische Museum nimmt teil an der MuseumsCard der Braunschweiger Museen. Sie ermöglich einmalig freien Eintritt sowie dauerhaft ermäßigten Eintritt bei Folgebesuchen für ein Jahr in den sieben größten Museen Braunschweigs. Die Museumscard kostet 22 Euro und ist auch im Städtischen Museum erhältlich. Alle Infos unter www.braunschweig.de/museumscard .


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Ausstellungsansicht, Blick in den Lichthof des Hauses am Löwenwall, Städtisches Museum Braunschweig

©  Städtisches Museum Braunschweig / Dirk Scherer
Ausstellungsansicht, Blick in den Lichthof des Hauses am Löwenwall, Städtisches Museum Braunschweig


Die Jüdische Akademie soll 2026 in Frankfurt am Main eröffnet werden

©  © Zvonko Turkali Architekten
Die Jüdische Akademie soll 2026 in Frankfurt am Main eröffnet werden


Aussprache zwischen Ignatz Bubis und Martin Walser, Frankfurt am Main 1998

©  (c) Barbara Klemm
Aussprache zwischen Ignatz Bubis und Martin Walser, Frankfurt am Main 1998


Germany, Dortmund, 2025/06/08 Jewrovision 2025, Jachad Köln & Kavanah Aachen

©  (c) Gregor Matthias Zielke
Germany, Dortmund, 2025/06/08 Jewrovision 2025, Jachad Köln & Kavanah Aachen


Rabbinerin Bea Wyler – die sich stets nur Rabbiner nannte – mit Tallit und Torarolle

©  (c) Angela Weiß
Rabbinerin Bea Wyler – die sich stets nur Rabbiner nannte – mit Tallit und Torarolle


Keshet, die jüdische LGBTIQ+-Initiative beim Christopher Street Day 2022

©  (c) Keshet Deutschland e.V.
Keshet, die jüdische LGBTIQ+-Initiative beim Christopher Street Day 2022


Spaten mit Gravur „Jüdische Akademie“, Replikat eines Spaten, wie er beim offiziellen Spatenstich für die Akademie 2021 benutzt wurde

©  (c) Städtisches Museum Braunschweig, Dirk Scherer
Spaten mit Gravur „Jüdische Akademie“, Replikat eines Spaten, wie er beim offiziellen Spatenstich für die Akademie 2021 benutzt wurde


Buch Familien-Haggada

©  (c) Städtisches Museum Braunschweig, Dirk Scherer
Buch Familien-Haggada


Stolperstein für Philipp Auerbach, Reproduktion, 2025STIFTUNG – SPUREN – Gunter Demnig, das Original ist im Hamburger Stadtteil Harvestehude verlegt.

©  (c) Städtisches Museum Braunschweig, Dirk Scherer
Stolperstein für Philipp Auerbach, Reproduktion, 2025STIFTUNG – SPUREN – Gunter Demnig, das Original ist im Hamburger Stadtteil Harvestehude verlegt.


Fußball von Makkabi Deutschland und dem Projekt Zusammen1

©  (c) Städtisches Museum Braunschweig, Dirk Scherer
Fußball von Makkabi Deutschland und dem Projekt Zusammen1


Tora-Mantel des Militärrabbinats zum Transport der Tora bei Auslandseinsätzen

©  (c) Städtisches Museum Braunschweig, Dirk Scherer
Tora-Mantel des Militärrabbinats zum Transport der Tora bei Auslandseinsätzen


Filigrane Handwerkskunst trifft auf jüdische Tradition: Gefüllt mit wohlriechenden Gewürzen brachte die Besamimbüchse von David Schuster Ruhe und Segen des Schabbattages hinüber in die neue Woche. Privatbesitz Josef Schuster

©  (c) Städtisches Museum Braunschweig, Dirk Scherer
Filigrane Handwerkskunst trifft auf jüdische Tradition: Gefüllt mit wohlriechenden Gewürzen brachte die Besamimbüchse von David Schuster Ruhe und Segen des Schabbattages hinüber in die neue Woche. Privatbesitz Josef Schuster