Meldungsdatum: 04.03.2026
Die Stadt Borken geht einen weiteren Schritt in Richtung direkter Beteiligung von Jugendlichen. Der Rat der Stadt Borken hat Ende Februar 2026 eine Änderung der Satzung für den Fachbereich Jugend, Familie, Schule und Sport beschlossen. Durch die Änderung wird die unmittelbare Beteiligung junger Menschen strukturell im politischen Geschehen verankert. Zwei gewählte Vertretungen der örtlichen Schülervertretungen werden nun als beratende Mitglieder im Ausschuss für Jugend und Familie mitwirken.
Strukturelle Verankerung statt punktueller Beteiligung
Hintergrund ist eine Neuregelung der Gemeinde Ordnung NRW (§ 27a GO NRW), die es Kommunen ermöglicht, Jugendselbstvertretungen offiziell in den Jugendhilfeausschuss zu integrieren. Die Stadtverwaltung sieht darin die Chance, die Stimme der Jugend nachhaltig und rechtlich gesichert in politischen Entscheidungsprozessen einzubeziehen.
Schülervertretungen als demokratisches Sprachrohr
Als Jugendselbstvertretung werden gezielt die Schülervertretungen der weiterführenden Schulen in Borken eingebunden. Nach Einschätzung des Landesjugendamtes Westfalen (LWL) erfüllen sie die Kriterien einer Jugendselbstvertretung in besonderer Weise, da sie eigenständig Interessen vertreten und die Lebenswelt von Jugendlichen aktiv mitgestalten.
Ein besonderer Vorteil dieser Regelung: Die Mitwirkung ist auch für Jugendliche unter 16 Jahren möglich. Damit wird eine Ausnahme von den üblichen Bestimmungen für sachkundige Bürgerinnen und Bürger geschaffen.
Die gewählten Vertreterinnen oder Vertreter fungieren als Bindeglied zwischen Schulen und Politik. Sie bringen Themen und Anliegen aus dem Schulalltag in den Ausschuss ein und tragen politische Entscheidungen zurück in ihre Gremien.
Wahl im Rahmen von „meet and greet politics“
Die Entsendung erfolgt demokratisch durch die Schülervertretungen selbst. Einen geeigneten Rahmen für die Wahl bot das etablierte Format „meet and greet politics“, bei dem Jugendliche regelmäßig mit Politik und Verwaltung ins Gespräch kommen. Gewählt wurden Yula Ehning (Gymnasium Remigianum) und Noah Vestrick (Jodocus Nünning Gesamtschule) als Mitglieder sowie Carolin Becker (Berufskolleg Borken) und Tyler Adams (Gymnasium Remigianum) als stellvertretende Mitglieder.
Mit diesem neuen Instrument ergänzt die Stadt Borken bestehende Beteiligungsformate wie Schülerbefragungen und Jugendforen und setzt ihren Weg zu einer Partizipation junger Menschen auf Augenhöhe konsequent fort.
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