Meldungsdatum: 27.04.2026

App soll Leben retten helfen

Corhelper startet in die erste Erprobungsphase

Der plötzliche Herz‑Kreislauf-Stillstand zählt zu den häufigsten Todesursachen. Je schneller Hilfe eintrifft und eine qualifizierte Reanimation beginnt, umso größer ist bei den Betroffenen die Überlebenschance.

„Wir haben im Kreis Recklinghausen eine gute medizinische Infrastruktur. Trotzdem gibt es noch Verbesserungspotenzial. Darum führen wir jetzt die Ersthelfer-Alarmierungs-App Corhelper ein“, sagt Landrat Bodo Klimpel. Bei einem Verdacht auf Herz‑Kreislauf-Stillstand alarmiert die Kreisleitstelle künftig nicht nur den Rettungsdienst, sondern zusätzlich über Corhelper registrierte und qualifizierte Ersthelfer in unmittelbarer Nähe des Einsatzortes.

„Ganz gleich, ob in der belebten Innenstadt oder im ländlichen Raum, die qualifizierten Ersthelfer können schnell eingreifen und die wichtige Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken. Die Erfahrung hat gezeigt, dass auf diese Weise Menschenleben gerettet werden können“, so Klimpel.

Ordnungsdezernentin Dr. Ann-Kathrin Besemann-Schulte ergänzt: „Das System ist schon in anderen Kommunen im Einsatz und hat sich bewährt. Der Erfolg steht und fällt natürlich mit der Zahl derjenigen, die sich als Ersthelfer zur Verfügung stellen. Darum hoffen wir, dass sich möglichst viele Menschen mit medizinischen Fachkenntnissen registrieren. Das können sowohl Menschen sein, die hier im Kreis wohnen, als auch diejenigen, die hier arbeiten.“

Zum Start werden Ersthelferinnen und Ersthelfer gesucht, die bereit sind, sich bei einem Notfall in ihrer direkten Nähe alarmieren zu lassen. Gefragt sind Ärztinnen und Ärzte, Rettungsdienstpersonal ab der Qualifikation Rettungshelfer, Pflegekräfte oder andere medizinisch qualifizierte Fachkräfte. Die Registrierung ist ab sofort in der App möglich. Mitte Mai startet dann der Probebetrieb des Systems, im Juli folgt dann der Echtbetrieb.

So funktioniert die Alarmierung
Alarmiert wird im Kreis Recklinghausen vorerst nur bei Verdacht auf Herz-Kreislauf-Stillstand. Bei einem solchen Notruf alarmiert die Leitstelle künftig den Rettungsdienst und setzt gleichzeitig eine Alarmierung über die Corhelper-App ab. Diejenigen, die sich in unmittelbarer Nähe des Einsatzorts aufhalten, werden durch einen Alarm-Ton ihres Smartphones auf den Notfall hingewiesen. Erst wenn der Einsatz durch eine Ersthelferin oder einen Ersthelfer angenommen wird, übermittelt die App die für den Einsatz erforderlichen Daten und navigiert die Person zum Einsatzort. Das Ziel ist, möglichst drei Personen entsenden zu können: Zwei Personen direkt zur Einsatzstelle, eine dritte zunächst zu einem in der Nähe befindlichen AED (automatisierter externer Defibrillator) und anschließend weiter zum Einsatzort.

Parallel zur Einführung der App hat der Kreis Recklinghausen ein Kataster der Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) aufgebaut, denn bei der Reanimation spielt der Einsatz eines Defibrillators eine entscheidende Rolle. „Die Überlebenschancen können durch den frühzeitigen Einsatz eines AEDs maßgeblich erhöht werden“, erklärt Oliver Weber, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst beim Kreis Recklinghausen.

„Wir bauen das AED-Kataster ständig weiter aus. Alle Meldungen, die wir über Standorte bekommen, fließen dort ein. Unser Ziel ist, den Ersthelfern zu einem möglichst schnellen Zugriff auf einen AED zu verhelfen, damit sie im Ernstfall auch bestmöglich helfen können“, sagt Projektleiter Bernd Krampe, der bereits selbst als Lebensretter über die Corhelper-App im Einsatz ist.

Mehr Informationen zu dem Thema sowie Direktlinks zur App gibt es auf www.kreis-re.de/lebensretter.

Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Svenja Küchmeister, Telefon: 02361/534512, E-Mail: s.kuechmeister@kreis-re.de


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Einführung Corhelper-App (04/2026)

©  Kreis Recklinghausen, Svenja Küchmeister
Einführung Corhelper-App (04/2026)

Sie hoffen, dass mithilfe der Corhelper-App und vielen Freiwilligen viele Menschenleben im Kreis Recklinghausen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand gerettet werden können: Projektleiter Bernd Krampe, Landrat Bodo Klimpel, Dr. Ann-Kathrin Besemann-Schulte (Dezernentin), Dr. Florian Kleynmans und Oliver Weber (Ärztliche Leitung Rettungsdienst; v.l.).


Einführung Corhelper-App (2026)

©  Kreis Recklinghausen, Svenja Küchmeister
Einführung Corhelper-App (2026)

Sie hoffen, dass mithilfe der Corhelper-App und vielen Freiwilligen viele Menschenleben im Kreis Recklinghausen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand gerettet werden können: Dr. Florian Kleynmans und Oliver Weber (Ärztliche Leitung Rettungsdienst), Dr. Ann-Kathrin Besemann-Schulte (Dezernentin), Landrat Bodo Klimpel und Projektleiter Bernd Krampe (v.l.).