Meldungsdatum: 06.05.2026

Jugendberufshilfe in Hanau feiert 20-jähriges Bestehen

Kommunales Erfolgsprojekt unterstützt junge Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben / Individuelle Beratung und praxisnahe Angebote für Schülerinnen und Schüler / Neue Jugendberufsagentur des „Jobcenter Hanau“ startet im September

„20 Jahre Jugendberufshilfe bedeuten 20 Jahre Engagement für die Zukunft junger Menschen auf ihrem Weg von der Schule in den Beruf. Mit der kommunalen Jugendberufshilfe verfolgt die Stadt Hanau einen eigenen Ansatz, der sich bewährt hat. Dieses Jubiläum ist daher ein Ansporn, die erfolgreiche Arbeit weiterzuführen und noch mehr jungen Menschen in Hanau berufliche Perspektiven zu eröffnen“, sagt Bürgermeister und Sozialdezernent Dr. Maximilian Bieri.

„Die Jugendberufshilfe ist längst ein unverzichtbarer Bestandteil in der kommunalen Bildungs- und Jugendhilfelandschaft. Dank der guten Zusammenarbeit mit Schulen, freien Trägern und anderen wichtigen Akteuren werden wir allen interessierten jungen Menschen auch in Zukunft ein passendes Angebot in der wachsenden Stadt Hanau machen können, um sie auf ihrem schulisch-beruflichen Weg zu begleiten“, führt Bürgermeister Dr. Bieri weiter aus. Schon steht das nächste große Projekt an, denn die Herausforderungen haben sich in 20 Jahren kaum gewandelt: So suchen zunehmend Jugendliche und besorgte Eltern Unterstützung, wenn bereits längere Phasen ohne Ausbildung oder Beschäftigung vergangen sind, so dass die Vermittlung in Praktika und Ausbildungsstellen ein zentraler Schwerpunkt bleibt. Für junge Menschen ohne ausreichenden Bildungsabschluss wird es zudem deutlich schwieriger, eine berufliche Perspektive zu entwickeln, insbesondere für Schülerinnen und Schüler mit Teilhabeberechtigungen, die oft nur eingeschränkten Zugang zu Anschlussmaßnahmen haben. Deshalb hat die Stadt Hanau im Zuge der Kreisfreiheit eine arbeitsmarktpolitische Strategie entwickelt, zu deren Maßnahmen die Einrichtung einer Jugendberufsagentur gehört. Am 1. September wird die „JBA Hanau – Jugend-Beruf-Ausbildung“ an den Start gehen. Ziel ist eine noch engere Verzahnung des neuen Jobcenter Hanau, das seit der Hanauer Kreisfreiheit, also seit dem 1. Januar, von Stadt Hanau und Arbeitsagentur gemeinsam geführt wird und der Jugendberufshilfe, um jungen Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf schnell und unbürokratisch zu helfen.

Was im Jahr 2006 mit der zentralen Anlaufstelle „hanauer joblotsen“ begann, kann heute auf ein breit aufgestelltes, professionelles Unterstützungsnetzwerk zurückgreifen. Aktuell setzen Fachkräfte von fünf freien Trägern – der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (faw), der Gesellschaft für Wirtschaftskunde (GfW), dem Internationalen Bund (IB), der Jugendwerkstatt Hanau und Pilot (Evangelische Fachstelle Jugendberufshilfe) – im Auftrag der Stadt Hanau vier Programme der Jugendberufshilfe um. Gesteuert werden die Angebote durch die Koordinierungsstelle Jugendberufshilfe im Amt für Soziale Prävention. „Hohe Fachlichkeit, das umfangreiche Angebot und eine konsequente Reflexion der Maßnahmen haben die Jugendberufshilfe der Stadt Hanau zu einem Erfolgsmodell gemacht“, zieht Oliver Doll Bilanz, der seit 2019 die städtische Koordinierungsstelle innehat. „Unsere Stadt profitiert gleich mehrfach davon. Zum einen trägt das Angebot einen wichtigen Teil zur Sicherstellung des Fachkräftenachwuchses in der Region bei. Gleichzeitig behält die Jugendberufshilfe die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung sowie den gesellschaftlichen und technologischen Wandel im Blick und prüft permanent, wie sie die individuelle Entwicklung unserer jungen Bürgerinnen und Bürger bestmöglich begleiten kann“, betont Bürgermeister Dr. Bieri.

Vorbereitung aufs Berufsleben

Das Spektrum der Unterstützung ist vielfältig: Es reicht von individueller Beratung und Bewerbungstrainings über Hilfe bei der Praktikumssuche und der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche bis hin zur Stärkung persönlicher Kompetenzen als Grundlage für eine erfolgreiche Ausbildung. Jährlich erreichen die Angebote rund 2.000 junge Menschen. Ein wichtiger Meilenstein war dabei die Einführung der „Berufswegeplanung“, die kurz nach den „hanauer joblotsen“ startete. Sie bildet bis heute die Grundlage für eine nahezu flächendeckende Präsenz der Jugendberufshilfe an sieben weiterführenden und beruflichen Schulen sowie in drei Jugend- und Familienzentren in der Brüder-Grimm-Stadt. Ziel ist es, möglichst viele Schülerinnen und Schüler frühzeitig bei ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen und auf das (Berufs-)Leben nach der Schule vorzubereiten.

2015 wurde das Angebot erweitert: Das Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ richtete den Fokus auf Jugendliche und junge Erwachsene mit individuellem sozialpädagogischen Unterstützungsbedarf, etwa bei Schul- oder Ausbildungsabbrüchen, die eine intensivere und längerfristige Beratung benötigen. Nach Auslaufen der Förderung durch den Europäischen Sozialfonds setzte die Stadt Hanau ab 2022 das äußerst erfolgreiche Konzept unter dem Titel „Jugend fördern – Perspektiven finden“ aus eigenen Mitteln fort.

Heute ist die Jugendberufshilfe nicht nur an Schulen präsent, sondern auch in verschiedenen Stadtteil- und Jugendzentren wie dem Stadtteilzentrum Süd-Ost, dem JUZ Kesselstadt, im Lamboypark und dem JUZ Hans-Böckler-Haus. Neu eingeführte Angebote wie die „Jugendberufshilfe im Strafverfahren“ für junge Menschen mit weniger schwerwiegenden Delikten und die „Jugendberufshilfe in der Jugendarbeit“ als offenes Angebot zeigen, dass die Unterstützung flexibel und bedarfsgerecht weiterentwickelt wird.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor in all den Jahren ist die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen, städtischer Jugendhilfe, freien Trägern und weiteren Partnern. Im Rahmen der hessenweiten Strategie „OloV – Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit“ hat sich Hanau darüber hinaus als eine von 28 OloV-Regionen aktiv bei der Weiterentwicklung der beruflichen Orientierung eingebracht und für hohe Qualitätsstandards eingesetzt, während gleichzeitig Doppelstrukturen vermieden wurden. OloV wird gefördert von der Europäischen Union sowie aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum und des Hessischen Ministeriums für Kultus-, Bildung und Chancen.

„Der Start der Jugendberufsagentur in Hanau setzt das Erfolgsprogramm konsequent fort. Dabei wird die kommunale Jugendberufshilfe aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung, hohen Akzeptanz und breiten Wirkung eine zentrale Rolle spielen und auch in Zukunft wichtige Impulse liefern“, sagt Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri.

Pressekontakt: Dominik Kuhn, Telefon 06181 / 3000 6069


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Hanau, Jugendberufshilfe

©  Stadt Hanau / Moritz Göbel
Hanau, Jugendberufshilfe

Dass die Jugendberufshilfe der Stadt Hanau eine Erfolgsmodell ist, hat viele Faktoren, so Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri (li.) und Oliver Doll, der seit 2019 die städtische Koordinierungsstelle innehat. Seit 20 Jahren hilft die Jugendberufshilfe jungen Menschen. auf ihrem Weg ins Berufsleben.


Hanau, Jugendberufshilfe

©  Stadt Hanau / Moritz Göbel
Hanau, Jugendberufshilfe

Dass die Jugendberufshilfe der Stadt Hanau eine Erfolgsmodell ist, hat viele Faktoren, so Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri (li.) und Oliver Doll, der seit 2019 die städtische Koordinierungsstelle innehat. Seit 20 Jahren hilft die Jugendberufshilfe jungen Menschen. auf ihrem Weg ins Berufsleben.


Hanau, Jugendberufshilfe

©  Stadt Hanau / Moritz Göbel
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Dass die Jugendberufshilfe der Stadt Hanau eine Erfolgsmodell ist, hat viele Faktoren, so Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri (li.) und Oliver Doll, der seit 2019 die städtische Koordinierungsstelle innehat. Seit 20 Jahren hilft die Jugendberufshilfe jungen Menschen. auf ihrem Weg ins Berufsleben.