Meldungsdatum: 26.05.2026

Beprobung von Brauchwasserbrunnen im Umfeld der Sandstraße in Gladbeck

Im Bereich der Sandstraße in Gladbeck sind der Unteren Bodenschutzbehörde des Kreises Recklinghausen zwei Grundwasser-Verunreinigungen mit chlorierten Kohlenwasserstoffen bekannt. Sie haben ihren Ursprung auf den ehemaligen Betriebsgrundstücken der Firmen Malorny und van Beusekom. Die Schadstoffquellen auf den Betriebsgeländen wurden bereits saniert. Allerdings waren zu dem Zeitpunkt schon größere Mengen an Schadstoffen in das Grundwasser gelangt.

2010 wurden die Anwohner in einem Wohnareal zwischen Bottroper Straße und Friedenstraße gebeten, dem Kreis Recklinghausen Brauchwasserbrunnen zu melden, damit diese beprobt werden konnten. Es wurden dem Kreis fünf Brauchwasserbrunnen gemeldet und auf Kosten des Kreises beprobt. Hierbei wurden in einem Brunnen Schadstoffe festgestellt und die Nutzung des Wassers bis auf Weiteres untersagt.

Zwischenzeitlich haben sich die Erkenntnisse über die Schadstofffahne vergrößert, so dass der Kreis Recklinghausen in Kürze eine erneute Brunnenabfrage in einem größeren Gebiet starten wird. Die gemeldeten Brunnen werden in der Folge kostenlos beprobt und die Ergebnisse mit Empfehlungen zum Umgang mit dem Wasser den Besitzern mitgeteilt. Anwohner in den betroffenen Bereichen werden von der Kreisverwaltung persönlich angeschrieben und um Erlaubnis der Brauchwasserbrunnen-Beprobung gebeten.

Die Grundwasserbelastung wird durch ein zweijährliches Monitoring überwacht und die Entwicklung beobachtet. Eine vollständige Entfernung der Schadstoffe bis in 40 m Tiefe ist mit den momentan zur Verfügung stehenden technischen und wirtschaftlichen Mitteln nicht möglich.

Hintergrund

Die Bodenbelastungen auf dem Grundstück der ehemaligen chemischen Großreinigung Malorny wurden mittels einer Bodenluftabsaugung saniert. Das Grundwasser wurde im direkten Abstrom von 2011 bis 2013 mittels einer Grundwassersanierungsanlage erheblich entfrachtet. Auf dem ehemaligen Gelände der Firma van Beusekom fand 2006 vor dem Neubau eines Lebensmittelmarktes eine Sanierung durch Bodenaustausch statt.

Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Svenja Küchmeister, Telefon: 02361/534512, E-Mail: s.kuechmeister@kreis-re.de