Meldungsdatum: 02.07.2026
Wie geht es weiter mit der Südwestfalen Agentur? Diese Frage stand im Fokus der Sitzung des Struktur- und Wirtschaftsausschusses im Kreishaus Lüdenscheid. Die Antwort fiel eindeutig aus: Der Ausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, dass die Arbeit der Südwestfalen Agentur auch nach dem Auslaufen der bisherigen Finanzierung (Ende 2026) fortgeführt werden soll.
Der Märkische Kreis wird demnach – vorbehaltlich der Entscheidung des Kreistages am Donnerstag, 9. Juli – in den Jahren 2027 und 2028 jeweils 200.000 Euro zur Verfügung stellen. Eine Entscheidung über die Zeit danach soll auf Grundlage der bis dahin erzielten Ergebnisse getroffen werden. Den Beschluss ergänzte der Ausschuss um einen weiteren Punkt: In der Sitzung des Struktur- und Wirtschaftsausschusses im November 2026 soll die Südwestfalen Agentur konkrete Ziele, Kennzahlen, Aufgaben und Themen für ihre künftige Arbeit vorlegen. Damit soll die weitere Entwicklung der Agentur noch messbarer werden.
Einen Einblick in die Arbeit der Südwestfalen Agentur GmbH gab Geschäftsführer Hubertus Winterberg. Er machte deutlich, dass die Agentur weit mehr ist als ein Organisator der beiden Regionale-Prozesse. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem das Regionalmarketing, die Fachkräftewerbung, die Unterstützung bei der Akquise von Fördermitteln, die Vernetzung der Kommunen und Kreise sowie die Begleitung wichtiger Zukunftsthemen für die Region.
In den vergangenen Jahren hat die Südwestfalen Agentur nach eigenen Angaben maßgeblich dazu beigetragen, Fördermittel in Höhe von mehr als 300 Millionen Euro für Projekte in Südwestfalen einzuwerben. Gleichzeitig hat sich die Region als gemeinsame Marke etabliert. Mit Blick auf neue Förderprogramme von Bund und Europäischer Union sowie wirtschaftlichen Transformationsprozessen soll die Agentur künftig eine wichtige Rolle dabei spielen, die Interessen Südwestfalens zu vertreten und neue Entwicklungschancen für die Region zu erschließen.
Über eine Fortführung der Südwestfalen Agentur über das Jahr 2028 hinaus soll im Rahmen der Haushaltsberatungen 2029 entschieden werden. Grundlage dafür werden unter anderem Geschäftsberichte sowie die Umsetzung des jetzt beschlossenen Konzepts „Südwestfalen Agentur 2027+“ sein.
Fortschreibung des Nahverkehrsplanes im Kreistag
Wie können Busse und andere Mobilitätsangebote künftig dort unterwegs sein, wo Menschen sie tatsächlich brauchen? Wie lässt sich Mobilität im ländlichen Raum sichern? Und wie können moderne Angebote dabei helfen, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen? Mit diesen Fragen wird sich die Politik noch eingehend beschäftigen. Die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes ist aufgrund weitergehender Beratungen innerhalb der Fraktionen in den Kreistag am 9. Juli vertagt worden.
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